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17 000 Bürger sammelten Müll

Stadtputztag soll nächstes Jahr später liegen

Von Daniel Beutler, 14.03.2010

Braunschweig. Trotz des schlechten Wetters haben mehr als 17 000 Braunschweiger beim Stadtputztag Müll gesammelt.

„Allen, die bei diesem nasskalten Wetter heute mitgemacht haben, muss man ein großes Kompliment aussprechen“, dankte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann den vielen freiwilligen Helfern.
Damit das Wetter in Zukunft nicht den Spaß am Stadtputztag verderbe und Helfer abschrecke, soll im nächsten Jahr der Termin nach hinten verlegt werden. Damit wollen die Veranstalter auf die unglückliche Terminwahl in diesem Jahr reagieren. Das stoße bisher jedoch auf Widerstand von Jägern und Naturschützern, weil Tiere, für die am 1. April die Brut- und Setzzeit beginnt, empfindlich gestört werden könnten.
Zu dem Thema hat Hoffmann Gespräche angekündigt, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. „Es muss ja nicht gerade in Hecken, Wald und Unterholz nach Müll gesucht werden“, schlägt er vor.

Wie wichtig der Stadtputztag ist, zeigt der Besuch bei einer Gruppe von Helfern zwischen Lehndorf und Kanzlerfeld. Dort hatten sich gestern Geocaching-Begeisterte getroffen. Das sind moderne Schatzsucher, die mit Hilfe von GPS-Geräten bestimmte Punkte suchen. Diesmal war aber Müll statt Trophäen das Ziel. Insgesamt haben die 50 Helfer in nur einer Stunde zehn Müllsäcke gefüllt.
Und darin fanden sich dann Tastaturen, Kabel und Festplatten. Dazu kamen noch drei Fahrradgestelle und ein Schrank. „Es lässt sich aber schon feststellen, dass es von Jahr zu Jahr weniger Müll geworden ist“, berichtet Manuela Steinburg, die mit ihren Schatzsucher-Kameraden bereits zum fünften Mal Spaß und freiwilligen Arbeit verbindet. „CITO“ nennt die Gruppe das: Cash in, Trash out. Während sie neue „Schätze“ versteckten, haben sie nebenbei Müll aufgelesen.
„Das machen wir sowieso immer, wenn wir im Wald unterwegs sind und dabei Müll finden“, berichtet Steinburg. Im ganzen Bundesgebiet sind sie und die anderen unterwegs. „Man muss schon sagen, dass es sehr viele Wälder gibt, die unheimlich verdreckt sind. Die in der Braunschweiger Region stechen da schon positiv hervor“, sagte sie.
Ein Indiz dafür, dass die Aktion Früchte trägt. In jedem Fall hatten sich die vielen freiwilligen Helfer ihre Abschlussfeier redlich verdient.
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