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Tödlich giftig - Der Grüne Knollenblätterpilz

Grüner Knollenblätterpilz, tödlich giftig: Der olivgrüne Hut, der häutige Ring am Stiel, die Stielnatterung sowie die lappige Hülle (Volva) am Stielgrund sind gute Bestimmungsmerkmale. Die Lamellen sind und bleiben weiß.
Braunschweig: Wälder, Parks |

Die Pilzsaison beginnt nicht erst im Herbst. Im April und Mai erscheinen der Mairitterling und verschiedene Morcheln. Auf dem Rasen macht sich der Nelkenschwindling durch Hexenringe bemerkbar. Ab Juni wachsen bereits die wohlschmeckenden Hexenröhrlinge. Ab Juli heißt es für den Pilzsammler noch vorsichtiger als sonst zu sein. Spätestens jetzt muss der Pilzsammler mit dem tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) rechnen.

Die meisten der tödlichen Pilzvergiftungen gehen auf das Konto dieser Pilzart. Nahezu in jedem Jahr gibt es Opfer. Entgegen allen althergebrachten Überlieferungen, die insbesondere noch bei unseren Neubürgern aus Osteuropa verbreitet sind, gibt es für den Pilzsammler keine Methode, kein Mittel oder Technik, giftige von ungiftigen Pilzen zu trennen. Hier helfen nur hundertprozentiges eigenes Wissen oder die Kenntnisse eines ausgewiesenen Experten oder einer Expertin. Leichtsinnig und gefährlich ist die Bestimmung nur nach Buch, Internet oder App, will man die Pilze verspeisen.
Von der Pilzmahlzeit bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen meist sechs 6 bis 8 Stunden. Heftiges Erbrechen und starker Durchfall sind die ersten Warnsignale. Nun sollten Sie sich schnell in das nächste Krankenhaus bringen lassen. Bitte unbedingt Putzreste (oder den ganzen Mülleimer), Reste der Mahlzeit sowie Erbrochenes mit in das Krankenhaus nehmen. Das Krankenhaus kann dann einen Pilzkenner hinzuziehen, der versuchen wird, die verzehrten Pilzarten zu ermitteln. Die Pilzart herauszufinden ist wichtig, weil sich die Therapie nach der verursachenden Pilzart bzw. deren Gifte richtet.

Auch das muss der Pilzsammler wissen

Die Gifte des Grünen Knollenblätterpilzes – die Amanitine – kommen auch in weiteren Pilzarten vor. Der Grüne Knollenblätterpilz hat zwei weiße, ebenso giftige Verwandte: Es ist der Frühlingsknollenblätterpilz und der Kegelhütige Knollenblätterpilz. Amanitine sind auch in kleinen Schirmlingen (Gattung Lepiota) sowie in Gifthäublingen (Galerina marginata-Komplex) vorhanden. Gerade Gifthäublinge (in älteren Pilzbüchern fälschlich als Nadelholzhäubling bezeichnet) können leicht mit dem essbaren Stockschwämmchen verwechselt werden.
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