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Schwarzpappeln mit Echtheitszertifikat

20 echte kleine Schwarzpappeln sind jetzt in Riddagshausen gepflanzt worden.

Naturschutzbehörde, BUND und Fachbereich Stadtgrün pflanzten seltene Baumart im Naturschutzgebiet Riddagshausen.

Von Marion Korth, 30.03.2014.

Braunschweig. Gentests sind hilfreich, um Krankheiten aufzuspüren, Verbrechen aufzuklären – oder einen ursprünglichen Wald wieder aufzubauen. Im Naturschutzgebiet Riddagshausen wurden deshalb genetisch „reinrassige“ Schwarzpappeln gepflanzt.

Die Schwarzpappel, die lateinisch Populus nigra ssp. nigra heißt, ist extrem selten und wird auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft. Es gibt mehrere Gründe, warum sie heutzutage eine Seltenheit ist: Viele feuchte Auwälder, in denen sie heimisch war, sind mittlerweile verschwunden, und wurden neue Pappeln gepflanzt, dann meistens eine viel schneller wachsende Kreuzung aus Schwarzpappel und einer nordamerikanischen Art. Ein paar „echte“ Schwarzpappeln aber haben überlebt. Nach einer genetischen Voruntersuchung haben Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtgrün im Jahr 2012 Triebspitzen eines ausgewählten Baumes gewonnen, aus denen in einer Baumschule genetisch identische Bäumchen gezogen wurden. Gemeinsam mit dem BUND wurden die 20 Mini-Pappeln jetzt an vier verschiedenen Standorten im Naturschutzgebiet in die Erde gebracht, zusätzlich geschützt mit Metallgeflecht, um Wildtiere vom Knabbern abzuhalten.
Die im Naturschutzgebiet noch vorhandenen Hybridpappeln sollen am Ende ihrer Lebensdauer nach und nach durch weitere Schwarzpappeln ersetzt werden. Das Ziel: einen typischen Auwaldbaum für kommende Generationen zu erhalten.
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