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Schneechaos ist ausgeblieben

Nur kleinere Unfälle im Raum Braunschweig

Von Martina Jurk, 10.01.2010

Braunschweig. Das Wintertief „Daisy“ hat Braunschweig verschont. Das befürchtete Schneechaos ist in ganz Niedersachsen ausgeblieben.

Von einem normalen Winterwochenende sprachen Feuerwehr und Polizei gestern Abend. Im Raum Braunschweig haben sich acht kleinere Unfälle mit einem Sachschaden bis insgesamt 10 000 Euro ereignet. Im Stadtgebiet gab es vier Glätteunfälle. Insgesamt fielen etwa fünf Zentimeter Neuschnee. Wind führte teilweise zu Verwehungen. Das betraf vor allem das Umland. Im Harz mussten zwei Bundesstraßen gesperrt werden. In Richtung Gifhorn und Harz wurde der Öffentliche Personennahverkehr eingestellt. Der Deutsche Wetterdienst hob am Abend die Unwetterwarnung für Niedersachsen auf, warnt aber weiterhin vor Schneefall, Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde und Schneeverwehungen. Die Lage bleibt auch am heutigen Sonntag noch angespannt. „Die Menschen haben sich auf das drohende Unwetter eingestellt, Vorwarnungen ernst genommen und keine unnötigen Autofahrten unternommen“, sagte Polizeisprecher Joachim Grande. Das sei ein Grund dafür, dass wenig passiert ist. Die gleiche Einschätzung gab Jörg Hollstamm vom Direktionsdienst der Braunschweiger Feuerwehr. „Keine besonderen Einsätze wegen des Wetters“, vermeldete er. In den vergangenen Tagen sei die Feuerwehr im Einsatz gewesen, um gefährliche Eiszapfen an öffentlichen Einrichtungen und Straßenschildern zu entfernen. Hollstamm findet es richtig, dass es über die mögliche Gefahrensituation eine öffentliche Diskussion gegeben habe. „Sie hat dazu beigetragen, dass sich die Menschen Gedanken machen, wie sie im Notfall ein paar Tage überbrücken können, dass sie lebensnotwendige Dinge im Haus haben. Wir sind es gewohnt, dass unsere Infrastruktur funktioniert.“
Jörg Hollstamm lobt die 1100 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren. „Sie sind jetzt besonders sensibilisiert und oft in den Ortsteilen die ersten Ansprechpartner.“ Die Bürger hätten sich inzwischen gut auf die Wettersituation eingestellt und würden sich auch selbst helfen.
So glimpflich wie in Niedersachsen ging es in anderen Teilen des Landes und in Europa nicht ab: Sturmböen und Schneeverwehungen im Norden, stockender Verkehr auf vielen Autobahnen, unpassierbare Bundes- und Landstraßen, Verspätungen und Ausfälle im Zugverkehr, katastrophale Lage auf der Ostseeinsel Fehmarn, Stromausfall in Frankreich, Schnee auf Mallorca. Auf dem Flughafen in Frankfurt fielen bis zum Nachmittag mehr als 220 Flüge aus.

Hinweis: Der nördliche Teil des Südsees – nur dieser wird von der Stadt offiziell zum Eislaufen freigegeben – darf derzeit noch nicht von Eisläufern genutzt werden.
Die Eisdecke hat noch nicht annähernd die nötigen 13 Zentimeter Dicke erreicht.
Es werde weiter gemessen und informiert, wenn die Eisdecke zum Betreten ausreichend ist, teilt die Stadt mit.
Dann werde dort die DLRG auf freiwilliger Basis den freigegeben Bereich überwachen.
Die anderen Braunschweiger Seen würden offiziell nicht von der Stadt freigegeben werden, sagte Pressesprecher Adrian Foitzik. Das Betreten geschehe auf eigene Gefahr. Da der Kreuzteich in Riddagshausen sehr flach sei, würde das Betreten lediglich geduldet.
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