Anzeige

Schlangenjagd vor dem Museum

Diese Dreiecksnatter wurde auf dem Parkplatz vor dem Naturhistorischen Museum gefunden. Foto: oh

Polizei schnappte Natter am Rebenring.

Braunschweig (leu), 30.07.2014.

Da staunte der Verwaltungsleiter des Naturhistorischen Museum nicht schlecht: Gegen 21.30 Uhr erhielt Gerhard Göhring am Montagabend einen Anruf von der Polizei. Diese hatte eine Schlange auf dem Parkplätzen am Museum gefunden. Um welche Art von Schlange es sich handelte – giftig oder ungefährlich – war zu diesem Zeitpunkt unbekannt.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Ralf Kosma, dem Leiter der Paläontologischen Abteilung des Museums, ging Göhring auf Schlangenjagd. Wenig später konnte Kosma entwarnen: Das das Tier war eine ungefährliche Dreiecksnatter (Lampropeltis triangulum hondurensis).
Die beiden Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums konnten die Schlange, die sich unter Autos versteckt hielt, einfangen und übergangsweise in einem Terrarium des Museums unterbringen. Es handelt sich um ein ausgewachsenes Tier mit rund 1,40 Meter Länge.
Dreiecksnattern kommen in freier Natur im mittleren Hügelland von Honduras, Nicaragua und Nordost Costa Rica vor. Als Beute dienen ihnen neben Nagern, Vögeln, Fröschen auch Echsen und Schlangen, die erdrosselt werden.
„Wir sind uns nicht sicher, ob die Schlange bewusst vor unserem Museum ausgesetzt wurde – ein Schicksal, das leider jedes Jahr zu Beginn der Urlaubssaison unzählige Haustiere trifft –, oder ob sie ihrem Besitzer entwischt und eigenständig auf nächtliche Erkundungstour durch Braunschweig gegangen ist“, erklärt Göhring. Das Tier, so der Verwaltungsleiter weiter, hatte definitiv Glück, dass zurzeit hochsommerliche Temperaturen herrschen. Im Winter hätte sie als wechselwarmes Reptil ihren Freiluftaufenthalt nicht lange überlebt. „Sollte ein Braunschweiger Bürger sein Haustier vermissen, bitten wir um Kontaktaufnahme, damit das Tier bei uns abgeholt werden kann“, fordert Göring auf.
Das Naturhistorische Museum erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass das Aussetzen oder Zurücklassen von Tieren, je nach Schwere des Falles, nach Paragraf 18 des Tierschutzgesetzes mit einem Bußgeld von bis zu 25 000 Euro oder auch mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.