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Plastikpiraten entern die Oker

Fabienne, Leonie und Antonia (v.l.) bringen das Mikroplastik-Netz am Okersteg an. Foto: André Pause

Die IGS Volkmarode nimmt an der Jugendaktion Plastikpiraten im Wissenschaftsjahr teil.

Von André Pause, 18.10.2016.

Braunschweig. Auf ihren Holzstöcken baumeln kleine Flaschen und einiger Plastikmüll. Gesammelt haben Niklas, Bela und Leif die Hinterlassenschaften anderer Leute – hier und da die Nase rümpfend – innerhalb nur weniger Minuten an der Böschung in einem kleinen Teilstück des Okerarms im Bürgerpark.

Die drei Zehntklässler der IGS Volkmarode gehören zu insgesamt 18 Schülern, die sich an ihrer Schule für den Wahlpflichtkurs Ökologie entschieden haben. In dessen Rahmen nehmen sie an der Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ teil. Die wiederum geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zurück. Die jungen Leute sollen im laufenden „Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane“ die Plastikbelastung in Fließgewässern untersuchen.

Ziel der sogenannten Citizen-Science-Aktion ist, über den Mess- und Dokumentationsvorgang hinaus, die Öffentlichkeit stärker für das Problem zu sensibilisieren. Ein großer Teil des Mülls in den Meeren und Ozeanen gelangt über die Flüsse dorthin. Bis zu 13 Millionen Tonnen landen jährlich in den Meeren.

Für die Schüler geht es dabei um mehr als die Aufklärung an sich: „Wir sind immer bestrebt, mit den Wahlpflichtkursen etwas Praktisches anzubieten. Die Lehrkräfte sind frei in der Entscheidung, was die Gestaltung des Unterrichts anbelangt. Im Bereich Ökologie haben wir schon ein eigenes Biotop erschaffen, den Lichthof der Schule mit Hochbeten versehen und Schulbienen gezüchtet. Vor den Herbstferien bin ich bei Recherchen auf diese Aktion gestoßen“, skizziert Kurslehrerin Jana Gömmer. Einmal in der Woche, dienstags, geht es nun in die Natur, ein weiterer Block am Donnerstag ist für den Theorieteil reserviert, wo die Inhalte eines begleitenden Arbeitsheftes auf dem Plan stehen.

Für den Außeneinsatz hat Gömmer die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Während Niklas, Bela und Leif also konkret nach großem Plastikmüll Ausschau halten, bringen Fabienne, Leonie und Antonia ein Mikroplastiknetz am Steg an, weitere Gruppen messen die Fließgeschwindigkeit des Wassers oder dokumentieren die Tätigkeit der Mitschüler.

Die Jugendlichen selbst bewerten ihren Wahlpflichtkurs und die Aktion Plastikpiraten positiv. „Es ist schön, mal nicht im Klassenraum zu sitzen. Außerdem helfen wir mit unseren Ergebnissen der Aktion“, erzählt Leif. Zwei Tage ist die Gruppe im Freien unterwegs, im Anschluss werden die Daten ausgewertet, und das Resultat der IGS Volkmarode bis zum 6. Dezember auf der Homepage eingetragen. Also einfach mal reinklicken und informieren: igs-volkmarode
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1 Kommentar
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Oliver Pawlik aus Braunschweig - Innenstadt | 20.10.2016 | 11:23  
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