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Müssen Vögel gefüttert werden?

Ein Kleiber sichert am Futterhaus
von Herbert Nagel

Seit einigen Jahren wird über dieses Anliegen des Vogelschutzes lebhaft diskutiert. Die Meinungen hierzu reichen von uneingeschränkter Zustimmung bis zur Ablehnung.

Bei strengen Wintern, wenn die natürlichen Futterquellen restlos versiegen, kann es zu Hungerkatastrophen kommen. Dann verfallen auch gesunde und starke Tiere ohne menschliche Hilfe dem Hungertode. Dies geht dann weit über eine natürliche Auslese hinaus. Außerdem nimmt die Zahl der bei uns überwinternden Vögel stetig zu.
Die Vögel, die bei uns überwintern, sind von der Natur so ausgestattet, dass sie sich ohne die Hilfe der Menschen ernähren können, solange nicht extreme Witterungsbedingungen, wie strenge Kälte, Raureif und hohe Schneelage, die Nahrungsgrundlage unzugänglich machen.
Vogelfutterplätze schaffen eine Verbindung zwischen Mensch und Vogel. Nirgends besser als hier können freilebende Vögel in so vielen Einzelheiten ihres Verhaltens beobachtet werden. Dadurch können, nicht nur Kinder und Jugendliche, die verschiedenen Vogelarten kennen lernen und so Zugang zum aktiven Vogelschutz finden.
Die Versorgung des Futterplatzes muß regelmäßig, auch bei schlechtestem Wetter erfolgen. Die Vögel gewöhnen sich sehr schnell an den „gedeckten Tisch“ und verlassen sich dann auf Gedeih und Verderb darauf, dass sie regelmäßig gefüttert werden.
Übergroße Futterhäuser sind oft Ursache dafür, dass Vögel sich gegenseitig infizieren, anschließend erkranken und zu Tode kommen.
Es ist besser, stets mehrere kleinere Futterstellen in einem gewissen Abstand voneinander anzulegen. Besonders ist auf den Schutz vor Greifvögel und Katzen zu achten.
Auch die Futterstellen für Körner- und Weichfresser sollten getrennt voneinander angelegt werden. Dadurch wird vermieden, dass die meist scheueren Arten von den Körnerfressern verdrängt werden.
Die Wintervogelfütterung ist eine Hilfe in bitterer Not. Sie muß nicht „Fettlebe“ sein und zentnerweise aus teuren Haselnüssen und Rosinen bestehen.
Lebensnotwendig ist die Darbietung des richtigen Futters. Unsere gefiederten Freunde nehmen unterschiedliche Nahrung auf. Es sind Körner- und Weichfresser.
Körnerfresser sind z.B. Meise, Kernbeißer, Dompfaff, Buch-, Berg und Grünfink und natürlich Feld-und Haussperling.
Weichfutterfresser sind: Zaunkönig, Baumläufer, Rotkehlchen, Wintergoldhähnchen, Heckenbraunelle, Amseln, Drosseln, Star u.v.a..
Kleiber, Specht, Erlen- und Birkenzeisig nehmen Körner- aber auch Weichfutter an.
In besonders strengen Wintern, in denen Flüsse und Seen zufrieren und Wiesen und Äcker verschneit sind, finden auch Enten, Gänse, Taucher, Schwäne, Bleß- und Teichhühner keine Nahrung mehr und sind auf unsere Hilfe angewiesen.
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5 Kommentare
Marion Korth aus Braunschweig - Innenstadt | 23.12.2013 | 11:18  
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Herbert Nagel aus Braunschweig - Innenstadt | 26.12.2013 | 15:13  
Marion Korth aus Braunschweig - Innenstadt | 27.12.2013 | 14:48  
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Beate Gries aus Lehndorf-Watenbüttel | 17.02.2014 | 16:49  
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Beate Gries aus Lehndorf-Watenbüttel | 18.02.2014 | 12:01  
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