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Mit Bäumen die Welt verbessern

Karin Stemmer und Rolf Kalleicher aus dem Vorstand der Braunschweiger Baugenossenschaft pflanzen mit Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer (3.v.r.), Edith Böhme (2.v.r.), Schulleiterin der Nibelungen-Realschule, sowie den Schülern Jakob, Corvin, Tolga, Tijan, Sümeyye, Tommy und Dalyan (v.l.) einen von insgesamt zehn Bäumen an der Siegfriedstraße.. Foto: Ammerpohl

„Plant for the Planet-Akademie“ begeistert Jungen und Mädchen der Nibelungen-Realschule.

Von Andreas Konrad, 29.10.2017.

Braunschweig. Eigentlich suchte im Jahr 2007 der damals neunjährige Felix Finkbeiner aus Oberbayern nur nach einer Vision für das Ende seines Referats zum Thema Klimawandel. Kinder eines jeden Landes könnten doch eine Millionen Bäume pflanzen, um das Klima zu verbessern, dachte er sich. Damit übernahm er eine Idee der 2011 verstorbenen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia, die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hatte. Seit Donnerstag stehen auch zehn Bäume in Braunschweig, die Felix´ Referat zu verdanken sind.

Der Junge aus Bayern gründete die Stiftung „Plant for the Planet“ (Pflanzen für den Planeten), die mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung geworden ist. So wurde die Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG) darauf aufmerksam. „Wir haben zunächst 1200 Bäume gespendet, die meist in Mexiko gepflanzt wurden“, berichtet Vorstand Rolf Kalleicher. „Wir wollten aber auch unseren Teil in Braunschweig leisten“, ergänzt seine Vorstandskollegin, Karin Stemmer. Bildlich sagte sie weiter: „Es gefällt uns, die Idee in Köpfe zu pflanzen.“

Und dabei geht es nicht nur um Bäume. Die zwölfjährige Sümeyye berichtet, sie habe heute erfahren, dass der Lebensraum vieler Menschen von abtauenden Gletschern bedroht sei. Und die Ursache dafür sei nicht gleichmäßig verteilt, weiß der 13-jährige Dalyan. Die Schüler hätten unterschiedlich stark aufgeblasene Luftballons – je nach co2-Ausstoß – den Kontinenten zugeordnet und dabei festgestellt, dass der Ausstoß des Gases nicht im Zusammenhang mit der Bevölkerungszahl stehe.

Diese und weitere Inhalte zu den Thema Klimakrise, globale Gerechtigkeit und Weltbürgertum waren Teil der „Plant for the Planet-Akademie“. Einen Tag lang bildete Hans Liedke im Namen der Stiftung 80 Kinder an der Nibelungen-Realschule zu Botschaftern in Sachen Bäumepflanzen aus. „Wir sind eine der ältesten Umweltschulen Niedersachsens“, betont die Schulleiterin Edith Böhme und daher sei es selbstverständlich gewesen, zusammen mit der BBG die Aktion in die Löwenstadt zu holen. „Klimaschutz ist nicht von der Verwaltung zu organisieren, sondern es braucht Bewusstseinsbildung und Vervielfältigung“, lobte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Initiative von Schule, Baugenossenschaft und „Plant for the Planet“.

Die Schüler fanden den Tag auf jeden Fall spannend und halfen eifrig mit, Hainbuche, Holz-Apfel, Feld-Ahorn sowie den Amerikanischen Amberbaum und die Gemeine Trauben-Kirsche in den Vorgärten einiger BBG-Objekte unweit ihrer Schule anzupflanzen. So können sie direkt verfolgen, wie das Projekt gedeiht.
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