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Klostergarten wächst über sich hinaus

Gartenkultur mit viel Natur drumherum: Eine Art Benjeshecke soll den Blick zum Parkplatz verstellen, zwischen den Bäumen entsteht ein neuer Weg. Foto: T.A.

Mehrere Grundstückseigner, ein Ziel: Klostergarten in Riddagshausen wird um 7000 Quadratmeter erweitert.

Von Marion Korth, 7. Mai 2014. Braunschweig. An der Klosterkirche in Riddagshausen wächst zusammen, was zusammengehört. Zäune werden abgerissen, der Garten gewinnt auf dem Grundstück der früheren städtischen Gärtnerei neues Terrain, das bis an die Kalksteinmauer heranreicht.

Die Grundstücke zu einer Einheit zusammenzuführen und trotz verschiedener Eigner und Anlieger zu einer Gesamtheit zu entwickeln, ist das Ziel. Dafür haben sich Diakonie und Kirche zusammengetan.

Neues Wegesystem

Gegärtnert wird gerade noch mit schwerem Gerät, zum Parkplatz des Diakoniegebäudes hin haben Lutz Müller, der die vom Jobcenter unterstützte Beschäftigungsmaßnahme der Diakonie gGmbH anleitet, und seine rund 20 Mitarbeiter Kastanienpfähle gesetzt und mit trockenen Ästen durchflochten, eine Art Benjeshecke, in deren Schutz sich Wildwuchs entwickeln soll. Der angrenzende Klosterpark, der Naturschutzgebiet ist, wird auch weiterhin nur bei Führungen zugänglich sein, aber auch so ist der Garten mit dann 12 000 Quadratmetern – 7000 Quadratmeter kommen neu hinzu – groß genug. Wege werden ihn auf 275 Metern Länge durchziehen, Bänke zum Verweilen einladen.
Neue Beetflächen entstehen, wo jetzt noch Quecke wuchert. Der Kräutergarten wird umziehen, sodass an der Kirche Raum für Gottesdienste im Grünen oder auch Aktionen der ehrenamtlichen Kulturpaten, die den Garten pflegen, entsteht. Die übrigen Hochbeete mit alten Gemüsesorten bleiben, wo sie sind. Für die neuen Flächen hat Gärtnermeister Burkhard Bohne schon Pläne: Auf diesen Sonderflächen sollen in größerem Maßstab historische Gemüse, Getreidesorten oder auch einmal alte Tierrassen präsentiert werden. „Unser Thema ist die Pflanzenkultur des Mittelalters mit der dazugehörigen typischen Gestaltung“, erläutert er. Wo die bislang getrennten Flächen zusammenstoßen, werden noch mehr alte Obstbaumsorten gepflanzt, insgesamt werden es dann an die 50 Bäume auf der großen Wiese sein.

Arbeiten bis zum Herbst

Unterstützt wird die Erweiterung und Neugestaltung mit europäischen Efre-Mitteln, die Bingo-Umweltstiftung sowie mit Geld aus dem Landesprogramm „Natur erleben“. Hochbeete müssen noch gebaut werden, Wege angelegt und die Beschilderung komplett erneuert werden. Bis zum Herbst soll die komplette Anlage fertig sein.
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