Anzeige

Im Süden der Stadt entsteht eine neue Auenlandschaft

Ein Foto vom Hochwasser im Mai 2013 lässt erahnen, wie die Wabe künftig östlich ihres jetzigen Bettes fließen wird. Am oberen Bildrand verlaufen die Bundesstraße 1 und die A 39, links oben liegt Rautheim.

Die Wabe wird auf einem Teilstück bei Rautheim für 1,85 Millionen Euro renaturiert.

Von Andreas Konrad

Braunschweig, 03.08.2015. Bereits im nächsten Jahr könnte zwischen Rautheim und Mascherode eine völlig neue Flusslandschaft entstehen. Die Stadt hat beschlossen, dort ein rund vier Kilometer langes Teilstück der Wabe zu renaturieren.

Noch fließt die Wabe wie an der Schnur gezogen geradeaus zwischen Hötzum und Mascherode beginnend direkt auf die Bundesstraße 1 und die A 39 zu. Vor Jahrzehnten eingepresst in ein künstliches Bett zwischen landwirtschaftlicher Nutzfläche. Derzeit bereitet die Stadt die Ausschreibungen für eine insgesamt 1,85 Millionen Euro teure Renaturierungsmaßnahme vor. Das Geld ist das Budget für den Gewässerbau und Pflanzmaßnahmen. „Wenn alles nach Plan läuft, können die Bauarbeiten nach dem Winter beginnen“, sagt Andreas Romey von der zuständigen Abteilung Umweltschutz bei der Stadt Braunschweig.

Das letzte Hochwasser vom Mai 2013 lässt erahnen, welchen Weg die Wabe künftig nehmen wird. Damals breitete sich der Fluss auf den tiefsten Flächen neben seinem künstlichen Bett aus, welches nach der Renaturierung für die Entwässerung landwirtschaftlicher Flächen, als Vorflut für den Salzdahlumer Graben und für den Hochwasserfall erhalten bleiben soll.

Der neue Lauf wird die Wabe beginnend an einem kleinen Wehr im Süden, fast an der Stadtgrenze, bis hinauf zur Bundesstraße 1 östlich vom jetzigen Verlauf um die ehemalige Rautheimer Mühle herum wieder in das derzeitige Flussbett führen. Ziel sei es, so Romey, die Wabe wieder als natürlichen Lebensraum für Vögel, Fische und Insekten zu haben. Aus dem begradigten Fluss soll eine Auenlandschaft entstehen. Der gesamte Planungsraum umfasst eine Fläche von etwa 75 Hektar. Land, das zum Teil der Stadt Braunschweig, zum Teil dem Bund gehört. Für Fußgänger und Radfahrer wird auch der neue Flusslauf weiter zu queren sein – dafür sollen neue Brücken geschaffen werden. Die vorhandenen Wege werden nicht abgeschnitten.

Bis Ende 2016 soll ein Großteil der Renaturierungs-Maßnahmen abgeschlossen sein. Diese hätten einen rein ökologischen Hintergrund und seien zum Teil auch eine Kompensation für Bebauungspläne der Stadt, erläutert Romey abschließend.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.