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Forschen zum Schutz der Umwelt

Julius-Kühn-Institut am Messeweg prüft Geräte für den Pflanzenschutz nach höchsten Standards

Von Annette Heinze

Braunschweig. Der sparsame Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist gut für Umwelt und Verbraucher. Wissenschaftler des Julius-Kühn-Instituts am Messeweg arbeiten daran, dass beim Spritzen von Pflanzen Technik auf höchstem Niveau eingesetzt wird. Jetzt hat das Labor des Instituts für Anwendungstechnik die Akkreditierung nach ISO 17025 erhalten – bisher exklusiv.

John Deere als Kunde
Hersteller John Deere lässt gerade in Braunschweig zwei Wochen lang ein neues Produkt vor der europaweiten Einführung testen. Der riesige Selbstfahrer besitzt ein 36 Meter breites Gestänge zum Spritzen von Pflanzen. Das Fahrzeug bearbeitet beachtliche 60 bis 65 Hektar Fläche pro Stunde. Die Abnahme zweier technischer Prüfungen im Labor lässt sich John Deere nach Angaben des Instituts 7500 Euro kosten.
Die Tests sind nicht vorgeschrieben, am Markt aber offensichtlich gefragt. „Vor allem größere Hersteller werden es sich leisten können, ihre Geräte im akkreditierten Prüflabor testen zu lassen“, sagt Pressereferentin Stefanie Hahn vom Julius-Kühn-Institut.
Die neue ISO-Norm ist ein standardisiertes Prüfverfahren. Es enthält nicht nur technische Details, sondern fordert die umfassende Dokumentation der Prüfungen, damit sie für den Hersteller und Auftraggeber nachvollziehbar sind.
Pflanzenschutzmittel müssten effektiv und verlustarm ausgebracht werden, darum drehe sich die Forschungs- und Prüfungsarbeit der Wissenschaftler, sagte Professor Dr. Heinz Ganzelmeier, Leiter des Instituts für Anwendungstechnik: „Wir mischen uns ein, um an der Entwicklung von Standards bei Anwendungsverfahren zum Pflanzenschutz international mitzuwirken.“ Es gebe ein dichtes Regelwerk zum Prüfen von Pflanzenschutzgeräten.
Höchste Standards
Deutschland ist Vorreiter, hat höchste Prüfstandards. EU-weit werden die Vorschriften dagegen künftig abgeschwächt, fürchten die Wissenschaftler. Die Zulassung neuer Pflanzenschutzmittel in der EU sei aufwändig und koste Millionen, sagt Institutsleiter Ganzelmeier. Die Pflanzenschutzmittel danach mit der „Gießkanne“ zu verteilen, sei unsinnig.
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