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Entwarnung für Gurke & Co

Sprossen aus Bienenbüttel wahrscheinlich Auslöser der EHEC-Epidemie.

Von André Pause, 12.06.2011

Berlin/Braunschweig. Spanische Gurken, Tomaten, Salate und Rote Bete -– kaum ein Gemüse, das von politischer Seite nicht als Quelle des EHEC-Erregers O104:H4 ins Kalkül gezogen wurde. Jetzt weist alles auf Sprossen aus dem niedersächsischen Bienenbüttel hin. Die konkrete Ursache ist gleichwohl noch nicht gefunden.

Von Kaufzurückhaltung war am gestrigen Vormittag auf dem Braunschweiger Altstadtmarkt wenig zu spüren. Alles so wie immer: Die Wochenmarktfreunde schlenderten dicht an dicht über den Platz an der Martinikirche. Gegen Mittag ließ der Besucherstrom ein wenig nach. Das allerdings lag wohl eher im durchwachsenen, regnerischen Wetter und der Pfingstzeit begründet als in der EHEC-Problematik.
Gurken und Tomaten wurden, wie bei Händler Andreas Sank aus Uelzen, wieder stärker nachgefragt, dennoch umfasste das Warenangebot vieler Stände saisonbedingt eher Kartoffeln, Spargel und Salate. Außerdem gab es kaum einen Marktbeschicker, der keine Erdbeeren und Kirschen in der Auslage feilbot.
Die Besucher beurteilten die neuen Erkenntnisse zum EHEC-Ausbruch sowie die Lage nach der Aufhebung der Verzehrwarnung von Gurken, Tomaten und Blattsalat durch das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das Robert Koch-Institut unterschiedlich. Während einige Erleichterung verspürten, kritisierten andere Panikmache und die Vehemenz der Berichterstattung in den Medien (siehe die nB-Umfrage). Wiederum andere befürchten, dass das Problem trotz der wohl lückenlosen Indizienkette, die ins niedersächsische Bienenbüttel führt, noch nicht ausgestanden sein könnte. Auch wenn ein Stück Normalität zurückgekehrt ist: „Die Kunden sind noch skeptisch“, so Sank.
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