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Die Wahrheit über Stadttauben

Jeder von uns kennt die Stadttauben, die in Fußgängerzonen herumlaufen und sich hungrig auf jeden Brotkrümel stürzen, aber kaum jemand weiß, woher diese Tauben eigentlich kommen und warum sie sich fast nur in Städten aufhalten und um Futter betteln.
Denn entgegen allgemeiner Vermutungen handelt es sich bei Stadttauben NICHT um Wildtiere, die hier natürlicherweise vorkommen, sondern um VERWILDERTE HAUSTIERE, die durch menschliche Zucht verändert wurden und erst durch Menschen in die Städte gebracht wurden, man kann sie also mit auf der Straße lebenden, streunenden Hunden und Katzen vergleichen, quasi "obdachlosen" Haustieren vergleichen, welche auf Versorgung durch Menschen angewiesen sind.
Unsere heutigen Stadttauben stammen von verwilderten Brieftauben ab, und erhalten auch heute noch ständigen Zuzug durch den "BRIEFTAUBENSPORT".

Beim sogenannten Brieftaubensport werden große Mengen Tauben, welche extra hierfür gezüchtet wurden, von ihren Partnern oder von ihren Jungen GETRENNT und HUNDERTE VON KILOMETERN von ihrer Heimat entfernt freigelassen.
Durch ihr hervorragendes Heimfindevermögen können Tauben auch aus großer Entfernung noch zurück zu ihrem Heimatnest bzw. ihrem Schlag finden, jedoch schaffen nur die stärksten Tauben die weiten Wettkampfstrecken von hunderten Kilometern zu fliegen, ein Teil der Brieftauben schafft diese Strecken körperlich nicht, diese stranden dann unterwegs in Städten und schließen sich Stadttaubenpopulationen an, oder sie sterben bereits auf den Flugstrecken durch Erschöpfung.

Tauben haben eine so STARKE LIEBESBINDUNG zu ihrem Partner und ihren Jungen, nicht umsonst gelten Tauben seit langer Zeit als Symbol für Treue in der Partnerschaft, diese starke Bindung wird dazu ausgenutzt um Sportbrieftauben hunderte Kilometer von ihrer Familie entfernt zu Höchstleistungen zu zwingen, die ihre körperlichen Kräfte oftmals übersteigen, beim Brieftaubensport werden Tauben, fühlende, leidensfähige Wesen, zu "Sportgeräten" reduziert.

Viele Brieftaubenzüchter wollen gefundene Brieftauben oftmals gar nicht zurückhaben, da diese Tauben als "Verlierer" und für die Zucht ungeeignet gelten.
Es sind auch Fälle bekannt, in denen Brieftaubenzüchter solche "schwachen" Tauben töten, oder Findern empfehlen dies zu tun, da ihnen das Wohlbefinden ihrer Tauben offenbar egal ist und es ihnen nur um sportliche Leistung geht.
Dies trifft sicher auf viele Brieftaubenzüchter nicht zu, jedoch zeigt es dass dieser "Sport" in dieser Form Tierquälerei ist bei dem das Leid der Tauben ignoriert wird.
Vor allem ist aber hervorzuheben, dass der Brieftaubensport für einen STÄNDIGEN NACHSCHUB an Stadttauben sorgt, die heutzutage praktisch alle von verirrten Brieftauben abstammen. Viele Städte beklagen sich über starke Verschmutzung durch Taubenkot und daraus entstehende Gebäudeschaden, aber anstatt die für die hohen Taubenpopulationen verantwortlichen Brieftaubenzüchter dafür zur Verantwortung zu ziehen, BESTRAFEN die Städte stattdessen tierliebe Menschen, welche die Tauben füttern durch Fütterungsverbote und sorgen somit dafür, dass Tierschutz in Form von Fütterung KRIMINALISIERT wird.

Stadttauben stammen von den Felsentauben ab, welche ursprünglich im Mittelmeerraum in felsigen Klippen und Gebirgen lebten und sich fast ausschliesslich von Körnern ernähren, deshalb brauchen sie Steinhöhlen als Nistplätze und suchen sich in Städten Betonhöhlen in Gebäuden als Ersatz.
In Bäumen und ähnlichem können Stadttauben nicht brüten, deshalb leben sie nicht auf dem Land, sondern bleiben in den Städten, jedoch finden sie dort viel zu wenig Körnernahrung, die sie eigentlich für eine natürliche Ernährung bräuchten.

Die meisten von uns kennen nur Stadttauben, die sich begierig auf Brotreste, Krümel und sonstige Essensreste stürzen, dabei wissen viele gar nicht, dass diese Essenereste sehr UNGESUND für die Tauben sind und sie von diesen Durchfall bekommen und krank werden können, da Tauben Körnerfutter (Getreide, Sonnenblumenkerne, Mais usw.) für eine artgerechte Ernährung brauchen.
Auch wenn man es ihnen nicht ansieht, aber die Tauben in unseren Städten führen ein HARTES, ENTBEHRUNGSREICHES Leben voller HUNGER und KRANKHEIT, dies zeigt sich auch an ihrer Lebenserwartung: Während Tauben in artgerechter Haltung im Durchschnitt 20 JAHRE alt werden können, leben die meisten Stadttauben nur WENIGE JAHRE aufgrund von Hunger und nicht artgerechtem Futter.
Durch ungesunde Essensreste bekommen die Tauben Durchfall, wodurch ihr Kot auffälliger und zahlreicher wird, durch eine artgerechte Fütterung würde sich also auch das Problem der Taubenkotverschmutzung verhindern lassen.
Ein Stück Brot kann Tauben zwar erstmal vor dem Verhungern retten, wer Tauben aber wirklich helfen will, sollte ihnen Körnerfutter geben, wie es als handelsübliches Vogelfutter oder auch als Futter für andere Kleintiere verkauft wird, solange es hauptsächlich aus verschiedenen Getreidekörnern und Sonnenblumenkernen besteht.

Da Stadttauben also nicht natürlicherweise in solch hoher Menge in Städten ohne ausreichendes Nahrungsangebot leben, sind sie als VERWILDERTE HAUSTIERE auf menschliche Fütterung ANGEWIESEN, da der Mensch erst durch sein Eingreifen für die hohe Zahl der Tauben in Städten gesorgt hat - und trotzdem sorgen die meisten Städte durch Fütterungsverbote für den Hungertod der Tauben. Ein verwildertes Haustier, welches auf menschliche Fütterung angewiesen ist, verhungern zu lassen, ist Tierquälerei und widerspricht dem Tierschutzgesetz.

Oft argumentieren die Städte damit, dass Fütterung zur stärkeren Vermehrung der Tauben führt und ihre Population dadurch ansteigt. Dies ist aber nicht der Fall, da den Brieftauben ein GANZJÄHRIGES BRUTVERHALTEN angezüchtet wurde, wodurch sie immer wieder Eier legen, egal ob sie gut genährt oder hungrig sind, selbst eine hungernde Taube wird noch ihre letzten Kräfte für die Erzeugung von Eiern aufwenden, da sie gar nicht anders kann und es ihr angezüchtet wurde, tatsächlich legen hungrige Tauben sogar noch häufiger Eier um ihre Art zu erhalten, als eine satte Taube, welche sich mit dem Erhalt ihrer Art mehr Zeit lässt.
Ein Fütterungsverbot bringt also nichts und sorgt nur für mehr Hungersleid bei den Tauben - was stattdessen wirklich hilft, eine Vergrößerung der Taubenpopulation zu verhindern und gleichzeitig das Leid der Tauben zu verhindern, sind betreute Taubenschläge, an welche die Stadttauben gewöhnt werden, sodass sie dort brüten und ihre Eier gegen Gipsattrappen ausgetauscht werden können, wodurch ihre Vermehrung kontrolliert werden kann, gleichzeitig erhalten sie dort ausreichend artgerechtes Futter und werden tierärztlich versorgt.
In einigen Städten werden derartige Taubenschläge bereits realisiert, welche sowohl das Leid der Tauben verhindern und ihre Vermehrung kontrollieren als auch für weniger Verschmutzung durch Kot sorgen, jedoch herrscht in vielen Städten nach wie vor eine taubenfeindliche Politik, erst langsam erkennen die Städte dass betreute Taubenschläge die einzige tier- und menschengerechte Lösung sind. Gleichzeitig muss das Fütterungsverbot abgeschafft werden, damit Tierhilfe, welche niemandem schadet, nicht kriminalisiert wird.
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11 Kommentare
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Beata Kecskes aus Braunschweig - Innenstadt | 12.02.2017 | 13:49  
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Heaven Shall Nils aus Hattorf am Harz | 12.02.2017 | 23:06  
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Tino Pasold aus Braunschweig - Innenstadt | 13.02.2017 | 07:33  
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Nadja Simnacher aus Goslar | 13.02.2017 | 11:10  
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Marie Aichinger aus Braunschweig - Nordstadt | 13.02.2017 | 12:03  
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Jia Lu aus Braunschweig - Innenstadt | 13.02.2017 | 17:38  
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Mari Ahnen aus Bad Harzburg | 13.02.2017 | 23:08  
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Antonietta Tumminello aus Altenau | 14.02.2017 | 08:10  
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Claudia Bautz aus Lebenstedt | 15.02.2017 | 00:15  
10
inge prestele aus Braunschweig - Innenstadt | 15.02.2017 | 22:53  
6
Petra Möhle aus Wenden-Thune-Harxbüttel | 19.02.2017 | 21:36  
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