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Brut und Setzzeit – Schonzeit für wen nochmal?

Das zerstörte Ei - hier kommt kein Küken mehr heraus...
Am Samstag, den 02.04.2016 haben Tierschützer/innen etwas beobachtet, was man getrost als Armutszeugnis für einen Teil unserer Erziehungsberechtigten bezeichnen kann.

Was war passiert? Kinder entdeckten an einem Teich im Bürgerpark eine Gelege von Gänsen und Enten. Zu Beginn wurden bereits die Enten und Gänse mit Wasserpistolen bespritzt und gescheucht. Die Eier eines Geleges waren bereits weitläufig verteilt. Ein Ei wurde von den Kindern schließlich mitgenommen.
Bis hierhin könnte man den Vorgang als Unreife, Neugier oder einfach kindliche Unwissenheit auf sich beruhen lassen. Leider kam es schlimmer. Die Kinder zeigten den daneben stehenden Erwachsenen das Ei und warfen dieses im Beisein einer erwachsenen Frau gegen einen Baum, so dass dieses zerbrach. (siehe Foto)

Die Tierschützer/innen riefen daraufhin die Polizei.
 
Die herbeigerufenen Beamtinnen befragten die anwesenden Erwachsenen und Kinder zu Klärung der Umstände des Vorfalls, wobei die bei der Tat zugegen gewesene Frau ihre Anwesenheit bestritt und ein Vater die Tat seines Kindes abstritt, obwohl das Kind den Eierwurf zuvor zugegeben hatte.
 
Jede/r Leser/in möge sich nun sein eigenes, moralisch, juristisch oder emotional motiviertes Urteil über die Reaktion der Erziehungsberechtigten machen, aber eines möchte ich hiermit deutlich machen:

Brut- und Setzzeit bedeutet nicht Schonzeit für die Eltern in Erziehungsfragen! Diese sollten POSITIVES Vorbild sein, auf ihre Kinder aufpassen , ihnen einen rücksichtsvolleren Umgang mit unserer Natur beizubringen, sie für die Belange der Natur sensibilisieren und im Idealfall vorleben, dass man für Sachen geradesteht, die man getan hat. Auch alle anderen Erwachsenen sollten in solchen Fällen auch Zivilcourage wie die beiden Tierschützer/innen zeigen.
 
Es sei hier noch einmal ausdrücklich den eingesetzten Beamtinnen des Polizeikommissariats Süd gedankt! Hoffen wir, dass sich solch ein Vorfall nicht wiederholt!

Letzte Anmerkung:
Wer sich hier wundert, warum über so einen „kleinen Vorfall“ ein Beitrag geschrieben wird – es handelt sich hier um Verstöße gegen das Tierschutz- und Bundesartenschutzgesetz.
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4 Kommentare
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Beate Gries aus Lehndorf-Watenbüttel | 04.04.2016 | 21:35  
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Anja Hallermann aus Braunschweig - Innenstadt | 05.04.2016 | 11:49  
49
Heinrich Stoffel aus Braunschweig - Innenstadt | 07.04.2016 | 10:32  
25
Anja Hallermann aus Braunschweig - Innenstadt | 09.04.2016 | 19:48  
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