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Baumschatten für Büffel

Zehn Siemens-Mitarbeiter engagierten sich für ökologisches Projekt.

Von Marion Korth, 01.05.2011

Braunschweig. Das Projekt „Brücken Bauer“ bringt Menschen und Aufgaben zueinander, die sonst wenig Berührung haben. In diesem Fall waren es zehn Mitarbeiter der Siemens AG, die sich zum Wald- und Wieseneinsatz für den Naturschutz gemeldet hatten.

Bernd Hoppe-Dominik, Günter Frank und Werner Fischer vom Förderkreis Umwelt- und Naturschutz (FUN) leiteten den Naturschutzeinsatz in der Schunteraue. Die Aufgabe für die vier Frauen und sechs Männer von Siemens lautete: Kopfweiden auf den feuchten Wiesen der Schunteraue bei Hondelage und Dibbesdorf zu setzen. Die armdicken Astabschnitte sollten an insgesamt acht verschiedenen Stellen in die Erde gebracht werden. Hierzu mussten erst einmal die 32 Baumpfähle zu ihrem Einpflanzort transportiert werden. Dann begann der Buddeleinsatz: Für jeden Baumsteckling hoben die Siemensmitarbeiter bis zu 80 Zentimeter tiefe Pflanzlöcher aus. Kaum war die Erde angekratzt, füllte sich die Grube mit Wasser. Eine harte Arbeit trotz des Einsatzes von Erdbohrer, Spaten und auch „Dachs“. Nachdem die Bäume eingesetzt waren, brachten die Helfer noch Weidepfosten an, um die Pflanzgruppe zu schützen.
„Der Boden dort auf den Wiesen ist feucht, es bestehen also gute Chancen, dass die Baumsetzlinge auch anwachsen“, sagte Bernd Hoppe-Dominik. Weiden bekommen nicht nur schnell Wurzeln, sondern sie wachsen auch recht zügig. Das ist in diesem Fall ausdrücklich gewünscht, denn die Baumgruppen sollen, sobald sie größer sind, einer Herde von Wasserbüffeln Sonnenschutz geben. Die Büffel sollen die Schunteraue beweiden und auch zu dichten Wasserpflanzenbewuchs dezimieren.
„Alle haben tüchtig mit angepackt“, freuten sich die Mitglieder vom Förderkreis Umwelt- und Naturschutz anschließend. Nur mit vereinten Kräften, Abstimmung und Organisation sei es möglich gewesen, alles zu schaffen. Das Arbeitsergebnis kann sich sehen lassen, der gesammelte Erfahrungsschatz an diesem Tag ebenfalls. Allein das Treckerfahren sei ein besonderes Erlebnis gewesen.
Im nächsten Jahr möchten die Siemens-Mitarbeiter wiederkommen und schauen, was „ihre“ Bäume und die Büffel machen.
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