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Atomfreier Strom an Haushalte

BS-Energy nimmt neue Gas- und Dampfturbinenanlage in Betrieb – Kraft-Wärme-Kopplung.

Von Martina Jurk, 01.06.2011

Braunschweig. Großer Bahnhof für eine Gas- und Dampfturbine: Die neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage an der Hamburger Straße ist nach knapp zweieinhalb Jahren Bauzeit offiziell in Betrieb genommen worden.

Mit 85,9 Millionen Euro ist die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) im Heizkraftwerk Mitte eine der größten Investitionen, die die Braunschweiger Stadtwerke je am Standort getätigt haben. Die Stadt Braunschweig und Veolia Wasser als Gesellschafter von BS-Energy waren damit die ersten, die auf das 2008 von der Bundesregierung beschlossene Klima- und Energiepaket reagierten. „Energie zu vernünftigen Preisen zu liefern und eine fortschrittliche Energieversorgung zu gewährleisten ist das Ziel. Mit der Anlage sind wir dabei auf dem richtigen Weg“, sagte BS-Energy-Vorstandschef Francis Kleitz. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung, der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme, sei eines der effizientesten Energieerzeugungsverfahren gewählt worden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien werde damit unterstützt. Die Anlage könne schnell Energie liefern, wenn Wind und Sonne wegblieben oder zügig Platz im Netz machen für die Einspeisung erneuerbarer Energien. „Die Braunschweiger Haushalte werden ab sofort mit atomfreiem Strom versorgt“, sagte Kleitz.
Betrieben wird die Gasturbine mit Erdgas (Normalbetrieb) und leichtem Heizöl (Notbetrieb). Die Anlage hat eine elektrische Leistung von knapp 77 Megawatt und kann jährlich 480 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Sie ersetzt einen Teil der bisher aus Steinkohle erzeugten Energie. Damit können jährlich 35 000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Die Gas- und Dampfturbine samt Nebensystemen lieferte Siemens. Das Unternehmen installierte auch die Leittechnik, mit deren Hilfe die einzelnen Komponenten gesteuert und bedient werden.
So funktioniert die GuD-Anlage: Herzstück ist die Gasturbine, der ein Generator zur Stromerzeugung nachgeschaltet ist. Die heißen Abgase der Dampfturbine werden in einen Abhitzekessel geleitet. Hier wird wiederum 520 Grad heißer Dampf erzeugt, der eine zweite Turbine, die Dampfturbine, mit Generator zur Stromerzeugung antreibt. Je nach Heizbedarf wird Dampf ausgekoppelt, um damit das Heizwasser im Fernwärmenetz zu erhitzen.
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