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Zwischen Angst und Hoffnung

Flüchtlingsfrauen erfahren viele Formen von Gewalt. Foto: Stadt

Internationaler Frauentag beleuchtet vom 5. bis 12. März das Schicksal der Flüchtlingsfrauen.

Von Birgit Leute, 1. März 2016.

Braunschweig. Der diesjährige Internationale Frauentag steht ganz unter dem Zeichen der Flüchtlingskrise: Rund zehn Veranstaltungen zwischen dem 5. und 17. März beleuchten das Schicksal der weiblichen Asylsuchender während der Flucht und zum teil hier, im vorgeblich „sicheren“ Europa. Organisiert wird das Programm unter dem Titel „Geflohen in die Zukunft“ vom 8.-März-Bündnis.

„Flüchtende Frauen, egal ob allein, mit ihren Kindern oder mit ihren Familien, erfahren vielfältige Formen von Gewalt – sowohl in ihrem Heimatland als auch während der Flucht und selbst hier in den Aufnahmestellen. Sie brauchen deshalb unseren ganz besonderen Schutz“, fordert Maybritt Hugo, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.
Ein Vortrag von Amnesty International am 7. März mit dem Titel „Briefe gegen das Vergessen“ rückt die Situationen, denen Frauen konkret ausgesetzt sind, noch einmal ins Bewusstsein. Auch der Empfang in der Dornse am 8. März stellt sie noch einmal in den Mittelpunkt.
„Zu den allgemeinen Fluchtgründen wie Krieg und Terror haben Frauen ganz besondere Motive, ihr Land zu verlassen: Eine bevorstehende Zwangsverheiratung etwa, die Angst vor einer Genitalverstümmelung oder eine Strafaktion ’im Namen der Ehre‘“, sagt Hugo. Die Flucht bedeute allerdings nicht immer Sicherheit: „Viele Frauen werden auf dem unsicheren Weg nach Europa Opfer von Vergewaltigungen, werden schwanger und müssen sich mit zusätzlichen Belastungen herumtragen.“
Der Frauentag befasst sich allerdings nicht nur mit der bedrückenden Seite, sondern stellt auch die positive dar. Vor allem will er den Lebenswillen und die Kraft der Frauen deutlich machen: Das Potenzial, das sie aus ihren arabischen und afrikanischen Heimatländern mitbringen, die kulturellen und geschichtlichen Hintergründe. Eine internationale Feier am 12. März steht deshalb unter dem Motto „Was uns verbindet ...“. Die Künstlerinnen Abeer Fahoud, vor kurzem geflohen, und Angela Camara Correa Gelhaar veranstalten dazu eine Kunst-Performance im Haus der Kulturen. Das Haus der Familie bieten darüber hinaus am 13. März einen Workshop an, bei dem man seinen eigenen Wurzeln nachspüren kann.
Das vollständige Programm zum Weltfrauentag steht im Internet auf der Seite: www.braunschweig.de .
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