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Wer frisst an unserem Kohl?

Interaktiver Tag der offenen Tür im Julius-Kühn-Institut – Gestern wurde viel gezeigt und gefragt.

Von Sebastian Walther, 27.06.10

Braunschweig. Anfassen ausdrücklich erwünscht: Erstmals seit seiner Umbenennung lud das Julius-Kühn-Institut zu einem Tag der offenen Tür. Am gestrigen Sonnabend wurde in der Bundesforschungseinrichtung sechs Stunden lang erklärt, gezeigt, geforscht und gefragt.

Drücken und ziehen, nicht zu fest, aber auch nicht zu schwach: Das Melken einer Kuh will gelernt sein. Zum Glück war das schwarz-weiße Rindvieh aus Holz, da konnten die neugierigen Besucher unter der fachmännischen Anleitung von Azubi Maximilian Günther auch gern Fehler machen. Während hüben munter gemolken wurde, brodelte drüben die DNA-Küche, der Pflanzendoktor begutachtete grüne Patienten und aus Unkraut wurde Bowle hergestellt: „Die Interaktion mit den Gästen ist uns besonders wichtig“, betont Pressesprecherin Gerlinde Nachtigall anlässlich des ersten Tages der offenen Tür seit der Umbenennung. „Wir möchten uns und unsere Arbeit vorstellen, jedoch auch Aufklärung liefern, denn immer mehr Menschen wissen immer weniger über ihre Umwelt, beispielsweise wie eine Kartoffelpflanze aussieht.“
Das 19 Hektar große Gelände am Messeweg war mit 35 sogenannten Wissensstationen ausgestattet, die alle spielerisch Informationen vermittelten, Naturvorgänge erlebbar machten und vor allem die jüngsten Besucher immer wieder mit neuartigen Einblicken zu faszinieren wussten. Da war Gelegenheit, einmal in einem 13 Tonnen schweren und 280 PS starken Mähdrescher zu sitzen, in einem Simulator virtuell über das Feld zu düsen oder das Innere eines Bienenstocks zu erkunden.
Das 1934 an seinem jetzigen Standort eröffnete Institut wurde 2008 zu Ehren des Hallenser Agrarwissenschaftlers Julius Kühn umbenannt. Forschungsschwerpunkt sind Kulturpflanzen, Pflanzenschutz- und Handel. Das warf natürlich Besucherfragen auf: Wer frisst an unserem Kohl? Wildblumenwiese oder sattes Rasengrün? Woraus sind unsere Lebensmittel gemacht? Die Antworten machten die Mitarbeiter des Institutes erlebbar.
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