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„Wer arm ist, ist arm an vielem“

Lions-Club spendete Rekordsumme von 15 000 Euro für ein Projekt im westlichen Ringgebiet.

Von Birgit Leute, 29.01.2012

Braunschweig. „Armut ist mehr als kein Geld haben. Wer arm ist, ist arm an vielem: auch an Bewegung.“ Seit fünf Jahren kümmert sich Armin Kraft als städtischer Beauftragter mit einem ganzen Netzwerk um Kinder in Armut.

Jetzt freut sich der Propst im Ruhestand über eine außergewöhnliche Spende: Der Lions Club Braunschweig-Dankwarderode überreichte der Initiative einen Scheck über 15 000 Euro. Die Rekordsumme aus einem Bücherflohmarkt im vergangenen Jahr geht an das Projekt „Psychomotorik und Bewegungsförderung im westlichen Ringgebiet“.
„Wer sich bewegt, lernt besser, wird selbstbewusster“, weiß Denise Notter vom örtlichen Quartiersmanagement, unter dessen Regie das Projekt läuft. Doch viele Kinder, die aus den einkommensschwachen Familien im westlichen Ringgebiet stammten, hätten Probleme mit der Motorik. „Die Eltern kümmern sich zu wenig um diese Dinge“, sagt Notter.
Anfang 2011 war das Projekt ausgelaufen, dank der Spende des Lions Clubs kann es nun fortgesetzt werden.
In sechs Kitas erhalten die Kinder regelmäßig eine Anleitung, sich und ihren Körper zu erfahren. Den psychomotorischen Teil übernimmt dabei die Diplom-Pädagogin Dörte Jahnke-Dahlmann, den Fitnessteil Ex-Eintracht-Profi Torsten Sümnich: „Das hätte ich mir früher auch nicht träumen lasen“, lacht der und erzählt kopfschüttelnd von den ersten Erfahrungen in den Kitas: „Viele Eltern liefern ihre Kinder einfach ab und überlassen das Erziehen den Erzieherinnen.“ Mit Hilfe von Bällen und Bohnensäckchen brachte der Ex-Fußballer den Kleinen Balance und Körpergefühl bei. Eine aufregende Geschichte – nicht nur, weil das Training von einem „echten“ Ex-Eintracht-Profi, sondern auch von einem Mann übernommen wird: eine Seltenheit in den Kitas.
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