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Verbesserungen lassen auf sich warten

„Sehr mager“, findet Bauausschussvorsitzender Thorsten Köster mit Blick auf die dort aufgestellten Bänke die bisher vorgenommenen Verbesserungen am ZOB. Bis zum Winter soll noch mindestens ein Wetterschutzunterstand für die Fahrgäste aufgestellt werden, hat die Stadt zugesichert. Derzeit laufen Gespräche über eine „große Lösung“. Foto: Thomas Ammerpohl

Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofes – Der CDU geht alles viel zu langsam.

Von Marion Korth, 22.07.2016.

Braunschweig. Im Februar 2015 hatten wir uns zum ersten Mal auf dem Zentralen Busbahnhof (ZOB) getroffen. CDU-Fraktionschef Klaus Wendroth und Bauausschussvorsitzender Thorsten Köster hatten damals das Konzept zum Ausbau angemahnt. Ein Busbahnhof ohne Toiletten, ohne Wetterschutz und ausreichend Sitzgelegenheiten sei in boomenden Fernbus-Zeiten ein Unding.

Eineinhalb Jahre und ein Ausbaukonzept später (es wurde im September 2015 vorgestellt) sieht die CDU den Omnibusbahnhof noch immer eher vor sich hindümpeln.
„Die Verwaltung hat drei Jahre benötigt, um drei Bänke aufzustellen – das ist viel zu langsam. „Seit mehreren Jahren weisen wir darauf hin, dass Braunschweig beim Fernbusverkehr nicht wieder abgehängt werden darf und trotzdem sehen wir fast keinen Fortschritt“, kritisiert Köster. Er fordert „schnellere Gespräche“ und befürchtet, dass es mit den geplanten Unterständen ebenfalls entsprechend lange dauern werde.

In Rat und Verwaltung herrscht grundsätzlich Einigkeit, dass der Fernbusbahnhof dringend aufgewertet und erweitert werden muss. Die Entscheidung für ein Ausbaukonzept war im Oktober 2014 einstimmig gefasst worden. Überlegungen zu Alternativstandorten, wie etwa in der Lincolnsiedlung, sind kein Thema mehr. Die Verwaltung räumt dem bisherigen Standort wegen seiner guten Erreichbarkeit Vorfahrt ein. Konkret wurde der Bereich unmittelbar am Bahndamm zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem bisherigen Fernbusbahnhof ins Auge gefasst. Es zeichne sich ab, dass sich die Stadt, die dafür benötigten Flächen sichern kann. Dies sollte ebenfalls schnell geschehen, meint Köster.

Hinter den Kulissen prüft die Stadtverwaltung eine reizvolle und auch betrieblich tragfähige Lösung: eine Kombination aus Parkhaus und Fernbusbahnhof. Warteraum, Kiosk und Toiletten könnten dann von Autofahrern und Fernbusreisenden genutzt werden. Gespräche mit möglichen Investoren und der Deutschen Bahn AG führt die Stadt bereits. Diese Option sei so interessant, dass es sich lohne, Zeit zu investieren.
„Es ist nur schwer vorstellbar, dass die Bahn, die sich immerhin im direkten Wettbewerb mit den Fernbussen befindet, Interesse an einer schnellen Lösung zur Attraktivierung des ZOB in Braunschweig hat“, sagt Köster und fordert die Stadt auf, eventuell auch über die Bundestagsabgeordneten, „mehr Druck“ zu machen. Auf die Frage der nB, ob die Gespräche schwierig seien, heißt es aus dem Rathaus allerdings: „Die Gespräche sind konstruktiv.“
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