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USP gesucht

Sebastian Ebel, Eintrachtpräsident und Tui-Manager sprach zum Thema Region. Foto: T.A.
 
Gäste und Gastgeber (von links): Kai-Uwe Krauel, Vorstandsvorsitzender Bs Energy, Sebastian Ebel, Präsident Eintracht und Tui-Manager, Martin K. Burghartz, Geschäftsführer PR-Nord, Friedrich-Carl Heidebroek, Geschäftsführer Bankhaus Seeliger, Manfred Günterberg, Vorstand Wolfsburg AG, Ulrich Markurth, Oberbürgermeister Braunschweig, Burkhard Rösner, Almwirt Steinbergalm, Otto-Ferdinand Wachs, Geschäftsführer Autostadt. Foto: Thomas Ammerpohl

Markenkern für die Region schärfen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 15.11.2014.

Goslar. Die Region auf der Suche nach dem USP. Beim Steinberg-Dialog in Goslar sprach Sebastian Ebel über das, was einzigartig macht – über Unique Selling Proposition, kurz USP.

Zum 5. Mal innerhalb eines Jahres trafen sich Menschen aus der Region auf der Steinbergalm. Geschäftsführer, Vorstände, Politiker, Beamte, Journalisten – eine bunte Truppe, die Martin K. Burghartz, Geschäftsführer der Agentur PR-Nord, um den Wirt der Steinbergalm, Burkhard Rösner, versammelt hatte.
Diesmal hielt Sebastian Ebel den Impulsvortrag, als Tui-Manager und Eintrachtpräsident gab er Einblicke und Beispiele in die Welt der Marken und damit wichtige Anregungen zur Regionsbildung.
„Mein Eindruck ist, dass die Region durchaus einen Markenkern hat“, sagte Sebastian Ebel, „aber – der ist ziemlich unscharf.“
Als Tui-Manager und Eintrachtpräsident hat Ebel zwei Unternehmen „auf Kurs“ gebracht, und so warf er auf der Steinbergalm seinen Managerblick auf das Thema Regionsbildung.
Schon mit relativ wenig Geld ließen sich die vorhandenen Markenbausteine zusammenfügen, erklärte Ebel. Als Beispiel nannte er Sportvereine oder auch die Wissenschaftslandschaft, wo mit Konzentration und intensiverem Auftritt mehr Außenwirkung zu erreichen sei. Ein Name wie „Ostfalia“ allerdings sei da beim Thema Marke eher hinderlich. Auch ließen sich Sportarten an einzelnen Spielstätten in der Region konzentrieren, um den Auftritt zu stärken.
Bester Markenbotschafter einer Stadt sei eine Fußballmannschaft in der 1. Liga, Ebel blickte da optimistisch in die Zukunft, „Eintracht wird den Namen Braunschweig in die Welt tragen“, ist er sicher. Dieser Verein habe seinen „Kultstatus“ auch über die schweren Jahre retten können, „der Markenkern hat bis heute überlebt“, bemerkte Ebel. Der Jubel in Hoffenheim beim Abstieg habe ganz Fußballdeutschland beeindruckt. „Schwere Zeiten gibt es nicht nur im Sport“, erklärte er, „wichtig ist, wie du da durchgehst.“ Er und sein Führungsteam würden sehr genau darauf achten, die Kraft dieser Marke zu stärken. „So haben wir uns ganz bewusst für Wolters entschieden oder auch für Strom von BS Energy“, erklärte er den Weg. „Wir könnten vielleicht mehr Geld verdienen, aber zu der Marke Eintracht passt Lokales.“
Und das gelte für jede Form von Erfolg: Die besonderen Merkmale erkennen, betonen und ausbauen – das sei der Weg zum Markenkern, zur Einzigartigkeit. „Und manchmal muss man den Erfolg auch mit harter Arbeit erzwingen“, sagte Ebel, damit es aufwärts gehe. Das wirke in einer Region genau wie in einem Unternehmen: „Wenn es gut läuft, blühen auch die Mitarbeiter auf, du nimmst mehr ein, kannst mehr investieren – selbstverstärkende Effekte setzen ein.“ Ein „Sog nach oben“, der auch für die Region möglich sei.


DER DIALOG

„Wir laden Regionallisten ein, die über den Tellerrand hinausschauen“, erklärt Martin K. Burghartz seine Gästeliste. Der Agenturchef hatte die Idee zum Steinberg-Dialog gemeinsam mit dem Wirt der Alm, Burkhard Rösner.
Stand beim „Brockenstammtisch“, den Burghartz gleich nach der Wende initiiert hatte, die Ost-West-Thematik im Mittelpunkt, geht es auf der Steinbergalm gezielt um die Region. „Am 21. November 2013 war der erste Steinberg-Dialog“, erzählt Burghartz, „inzwischen haben wir uns bereits fünfmal getroffen und sind zu einem echten Format gewachsen.“
Rund 60 Menschen aus sehr verschiedenen Bereichen waren eingeladen, damit ist der Kreis auch relativ geschlossen, denn der Platz ist auf der Alm begrenzt.
Die Steinbergalm gehört zu Goslar und ist ein lohnendes Ausflugsziel.
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