Anzeige

Unternehmer im Gespräch: Mutig an das Unvorstellbare

Oberbürgermeister Ulrich Markurth, zweiter von links, und Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, links, als Einladende, und H.-G. Christian Krentel, Vorstandsvorsitzender der ckc group, als Gastgeber, begrüßen den Redner des Abends, Dr. Andreas Brill, Geschäftsführer der business4brands Consulting GmbH. (Foto: André Pause)
Braunschweig: Am Alten Bahnhof 13 |

33. Unternehmergespräch stellte die Digitalisierung in den Mittelpunkt

,
Von Ingeborg Obi-Preuß, Braunschweig. 6. September 2016.
„Na? Alles gut?“ – zitierte Oberbürgermeister Ulrich Markurth eine Floskel, um den Zustand „seiner“ Stadt zu skizzieren. Beim 33. Unternehmergespräch der Wirtschaftsförderung in den Räumen der ckc group zeichnete er vor rund 250 geladenen Gästen das Bild einer Stadt, in der „das meiste ziemlich okay ist“, aber die Zukunft permanent gestaltet werden muss. Das Thema des Abends „Die Dynamik der Digitalisierung der Wirtschaft“ kam ihm da gerade recht, denn „eine so gut aufgestellte Region“ müsse auch beim Thema Digitalisierung erfolgreiches Beispiel sein.
Braunschweig gehöre zu den Top Ten in Deutschland und sei eine „Schwarmstadt“, die von jungen Menschen besonders gern ausgewählt werde. „Wir müssen sehr schnell sehr viel Wohnraum schaffen“, nannte Markurth eine der großen Aufgaben, und er wünschte sich mehr Unterstützung auf dem Weg zu interkommunalen Gewerbegebieten. Der Erfolg bei den Verhandlungen zur Weddeler Schleife und dem Ausbau der A39 sollten da Mut machen.
Mut braucht es auch für den Weg, den Dr. Andreas Brill in seinem Vortrag beschrieb. Oder besser, ein komplettes Umdenken, vor allem der Unternehmer. Am Ende eines ausgesprochen leidenschaftlichen Vortrages über die extrem schnelle Entwicklung der Digitalisierung arbeitete er einige Strategien heraus, die fit für die Zukunft machen sollen.
Es gebe aber nicht die eine Lösung, sondern man müsse sich permanent neu erfinden. Eine radikale Kundenfokussierung gehöre zum Erfolgsrezept, das bedeutet, immer wieder „eine signifikant bessere Lösung für die Kunden“ zu suchen. Ebenso wie „agil arbeiten und permanent experimentieren“, und zwar täglich, nicht nur in Sonderprojekten. Außerdem sollten Unternehmer von der „Intelligenz ihrer Mitarbeiter“ ausgehen, und nicht davon, dass deren Dummheit „domestiziert werden müsste.“ Alle 24 Monate verdopple sich die Rechnerleistung, die Leistungssprünge seien „unvorstellbar“. In den vergangenen 15 Jahren hat es drei komplette digitale Revolutionen gegeben, „die keiner vorgesehen hat“, machte Brill am Musikmarkt und der Entwicklung von der Platte zum Streaming deutlich. „Und wir sind erst ganz am Anfang der Entwicklung. Deshalb sind alle Köpfe im Unternehmen wichtig, um Lösungen zu finden.“
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.