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Unfälle: Höchster Stand seit 2004

Verkehrsunfallstatistik 2013: Weniger Tote und Schwerverletzte.

Von Martina Jurk, 05.03.2014.Braunschweig. Im Braunschweiger Stadtgebiet passierten im vergangenen Jahr 8693 Verkehrsunfälle – so viele wie seit zehn Jahren nicht. Dabei wurden allerdings weniger Menschen getötet und weniger schwer verletzt, konstatiert die Polizeiinspektion Braunschweig in ihrer Verkehrsunfallstatistik 2013. Ausgenommen sind die Unfälle auf den Autobahnen.

Besonders erfreulich: Kein Kind ist unter den Unfallopfern, und erneut sind weniger Fahrradfahrer an Unfällen beteiligt gewesen. Auffällig ist dagegen, dass die vier getöteten Menschen älter als 65 Jahre waren. „Ältere Menschen sind heute mobiler. Das wollen wir ja auch, und das ist auch gut so, denn das ist für die Senioren eine Steigerung der Lebensqualität. Die Kehrseite ist dabei, dass sie auch häufiger in Unfälle verwickelt sind“, so Polizeisprecher Wolfgang Klages.
Mit Verkehrsüberwachung und Prävention verfolge die Polizei weiterhin das Ziel, die Unfallzahlen und vor allem die der schwerwiegenden Unfallfolgen zu senken. Die Polizei will Mobilität und Verkehrssicherheit älterer Menschen mit dem Fahrrad weiter verbessern. Auch in diesem Jahr würden gemeinsam mit der Verkehrswacht und dem Seniorenbüro der Stadt Braunschweig entsprechende Präventionsprogramme („Rauf aufs Radel“ und „sicher mobil“) angeboten.
„Trotz steigender Unfallzahlen im Stadtverkehr sind die schlimmen Folgen, also die Zahl der Todesopfer und der schwer verletzten Verkehrsteilnehmer, zurückgegangen. Verkehrsüberwachung und Aufklärungsarbeit zur Verkehrssicherheit haben auch dazu geführt, dass sich die Unfallsituation mit beteiligten Fahrradfahrern gebessert hat. Unfälle, besonders im zunehmend dichten Stadtverkehr, sind leider unvermeidbar. Aber mit gezielten Kontrollen im Sinne der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 wollen wir weiter die schwerwiegenden Unfallfolgen, besonders bei den sogenannten Risikogruppen, reduzieren“, so der Leiter Einsatz/Verkehr, Kriminaldirektor Walter Kirchhoff.
Hauptunfallursachen waren Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren und beim Ein- und Anfahren, mangelnder Abstand, Missachtung der Vorfahrt oder des Vorrangs, Nebeneinanderfahren, unachtsamer Fahrstreifenwechsel sowie überhöhte Geschwindigkeit. Gestiegen ist die Zahl der Unfallfluchten von 1626 Fällen 2012 auf 1652 Taten im vergangenen Jahr. 46 (34) der 82 (72) Fluchten, bei denen Menschen verletzt wurden, konnten aufgeklärt werden.
Zahlen: 8693 Verkehrsunfälle 2013 (2012: 8555), 1217 (1147) Verletzte, davon 153 (156) Schwer- und 1064 (991) Leichtverletzte, vier (acht) Unfalltote, 629 (678) an Unfällen beteiligte Fahrradfahrer. 33,6 Prozent der verletzten Verkehrsteilnehmer insgesamt waren Fahrradfahrer. Bei den schwer verletzten Unfallopfern beträgt der Anteil der Fahrradfahrer sogar 37,9 Prozent. Hauptunfallursache bleibt die Benutzung der falschen Straßenseite in 107 (144) Fällen.
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