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TU-Technik in Hybrid-Streifenwagen

Spitzentechnik: Kombiniert kommen 218 PS zustande.

Projekt kommt auf die Straße: 15 teilelektrische Passat auf Schlossplatz an die Polizei übergeben. 

Von Michael Michalzik, 12.08.2017.

Braunschweig. Mit 218 PS auf Streife: 15 neue Dienstfahrzeuge hat der Braunschweiger Polizeipräsident Michael Pientka an die Polizei des Landes Niedersachsen übergeben. Von Braunschweig bis Cloppenburg werden die brandneuen VW Passat Variant künftig unterwegs sein. Das Besondere: Es handelt sich um Hybridfahrzeuge, die sowohl über einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor verfügen.

Die neuen Streifenwagen haben es in sich: Bis zu 50 Kilometer können sie vollelektrisch fahren, danach schalten sie auf den Verbrennungsmotor um. Ein kombinierter Modus sorgt dafür, dass beide Motoren gleichzeitig ihre Leistung abgeben können. In jedem Fall aber gewinnen die Autos Energie beim Bremsen zurück, die in die Batterie eingespeist wird und später abgerufen werden kann. Am Donnerstag wurden die Fahrzeuge auf dem Braunschweiger Schlossplatz präsentiert, bevor sich die Besatzungen auf den Weg zu ihren jeweiligen Polizeiinspektionen machten. Mit an Bord: umfangreiche Messtechnik. Denn es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Niedersächsischen Polizei und dem Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig.

Laut Oliver Suckow, seitens der Polizei Projektverantwortlicher, ist das vor einem Jahr begonnene Forschungsprojekt „lautlos&einsatzbereit“ quasi eine „Operation am offenen Herzen“: Bewährte konventionelle Fahrzeuge werden durch Hybrid-Autos ersetzt, es handelt sich nicht um eine Aufstockung. Deswegen ist es essenziell, so Michael Pientka, dass die neuen Streifenwagen absolut alltagstauglich sind. Sie werden sofort voll in den Dienst integriert. „Dann können sich unsere Kollegen sofort auf Datenjagd machen“, freute sich die Präsidentin der TU, Professorin Anke Kaysser-Pyzalla, die selbst gern mit einem Elektro-Roller unterwegs ist: „Jetzt ist ein Stück unseres Forschergeists kreuz und quer auf Niedersachsens Straßen unterwegs.“ Die eingebauten, kompakten Computer speichern Daten wie Tempo, Ladestand, Energieverbrauch. Die gewonnenen Daten aus dem vom Bundesministerium für Umwelt mit 1,3 Millionen Euro geförderten Projekt dienen laut Pientka der Erarbeitung eines Leitfadens für Fahrzeugflotten, um die Effizienz von Elektromobilität zu steigern: „Wir wollen Hilfestellung bei Planung, Einsatz und Betrieb leisten.“

Bislang setzt die Polizei rein elektrische Fahrzeuge unter anderem für Botenfahrten ein. Zufrieden stellte Polizeipräsident Pientka fest: „Mit leistungsstärkeren Motoren steigen für uns auch die Einsatzmöglichkeiten.“ Insgesamt werden in den kommenden Monaten 50 Hybride und rein elektrische Fahrzeuge die Flotte der Niedersächsischen Polizei verstärken. Auch 30 Ladestationen werden eingerichtet.
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