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Toter Bordellbesucher wurde obduziert

Blaulicht

Der 35-jährige Braunschweiger, der nach einem Bordellbesuch in Polizeigewahrsam kam und plötzlich verstarb, wurde gestern obduziert.

19.04.2017.

Wolfsburg/Hannover. Erste Ergebnisse deuten daraufhin, dass der Tod auf eine bereits seit längerem bestehende Herzerkrankung zurückzuführen ist. Außerdem ließen sich Anzeichen einer Betäubungsmittel-Intoxikation feststellen, wobei bislang noch keine aussagekräftigen Ergebnisse der Blutuntersuchung vorliegen. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor. Eine abschließende Beurteilung der Geschehnisse wird aber erst nach Eingang des ausführlichen, schriftlichen Obduktionsgutachtens möglich sein.

Gegen acht Uhr war die Braunschweiger Polizei am Ostersonntag um Hilfe gebeten worden, weil der Freier ein Etablissement in der Bruchstraße nicht verlassen wollte und randalierte.

Als die Polizisten eintraf war der Braunschweiger sofort auf sie losgegangen. Bei dem Versuch, den 35-Jährigen in Polizeigewahrsam zu bringen, setzten die Beamten auch Reizstoff ein. Selbst im Gewahrsam war der Mann nicht zu beruhigen. Kurze Zeit später zeigte der 35-Jährige plötzlich kein Lebenszeichen mehr und konnte auch nicht durch Rettungssanitäter und einen Notarzt reanimiert werden

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig sowie das 1. Fachkommissariat der Wolfsburger Polizei hatten im Anschluss die Ermittlungen übernommen. "Wie immer in solchen Fällen übernimmt eine fremde, nicht beteiligte Dienststelle diese Arbeit, um mögliche Interessenkonflikte zu verhindern“, sagte Sven-Marco Claus, Pressesprecher der Polizei in Wolfsburg zur Erklärung.
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