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Suche nach „guten Lösungen“

„Im Raum der guten Lösungen“ versuchen die Schulmediatoren, in Konfliktfällen zwischen den Kindern zu vermitteln. Foto: oh

Schulmediatoren freuen sich über weitere Ehrenamtliche – Demnächst Qualifizierungskursus.

24.08.2014.

Braunschweig (mak). Am Mittwoch feierten rund 30 Schulmediatoren am Dowesee Sommerfest. Nicht immer geht es bei ihrer Tätigkeit in den Schulen so entspannt zu, denn es herrscht nicht immer Friede und Freundschaft unter den Kindern. Jetzt werden weitere Ehrenamtliche gesucht, die Schüler bei der Konfliktbewältigung unterstützten möchten.

Ausgrenzung, Verlustangst oder häusliche Probleme führen oft zu Missverständnissen oder Raufereien, was Kindern zu schaffen macht und die Lernatmosphäre erheblich stört. Zum Glück gibt es in Braunschweig rund 80 ehrenamtliche Mediatoren – Senioren zwischen 55 und 70 Jahren – die an acht Grundschulen eingesetzt sind. Sie alle gehören dem Verein „SiS-Seniorpartner in School“ an, der 2001 in Berlin gegründet wurde und seit 2006 in ganz Niedersachsen mit 200 Mediatoren aktiv ist. Ab September qualifiziert SiS in Braunschweig erneut Senioren, die von weiteren Grundschulen, aber auch von Realschulen gefragt sind. Die 80-stündige Ausbildung ist kostenfrei und wurde bislang jeweils von der Bürgerstiftung Braunschweig finanziert, die dadurch erst die ehrenamtliche Tätigkeit an den Schulen ermöglicht hat.

Die ausgebildeten Mediatoren würden an einem Tag in der Woche für vier Stunden Kindern dabei helfen, Konflikte mit den Mitteln der Mediation zu lösen, und so zur Gewaltprävention an Schulen beitragen. Die Aufgabe wird in der Regel von zwei Mediatoren übernommen, was die objektive Einschätzung erleichtert.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Erfahrung von Senioren den Schülern im Alltag hilft. Die kommen aus eigenem Antrieb oder auch auf Wunsch des Lehrers, und sie lernen, wie man Konflikte und Probleme eigenständig lösen kann. Schnell finden sie Vertrauen zu den Senioren, die vom Alter her auch ihre Großeltern sein könnten. Eine große Entlastung für die Kinder und vor allem auch für die Lehrer, wenn die Schüler anschließend mit freiem Kopf dem Unterricht folgen können. Was besprochen wird, bleibt im „Raum der guten Lösungen“, wie der Mediationsraum genannt wird.

Ein weiterer positiver Aspekt dieser ehrenamtlichen Tätigkeit sind die vielen neuen Kontakte, die sich während der Qualifizierung, in der Schule und den Treffen der Schulmediatoren gergeben. Senioren, die Interesse an oder Fragen zu Ausbildung und Praxis dieser ehrenamtlichen Tätigkeit haben, melden sich bitte bei der SiS-Stützpunktleiterin für Braunschweig: Christine Wandert, Telefon 57 86 45.
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