Anzeige

Statistik: Weniger Unfälle, mehr Tote

Blaulicht

Schwere Unfälle außerhalb von Ortschaften.

17.03.2018.

Braunschweig. Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr zurückgegangen, richtig Grund zum Jubeln gibt es dennoch nicht, denn die Zahl der im Verkehr getöteten Menschen ist auf 57 (im Jahr 2016 waren es 49) gestiegen. Leicht zurückgegangen ist abermals die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten auf 828 (836). 4692 Menschen erlitten leichte Verletzungen (+ 84).

Im Jahr 2017 nahm die Polizei 33 389 Verkehrsunfälle auf. Die Zahlen sind insgesamt leicht rückläufig. Obwohl „gefühlt“ mehr Menschen mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind, hat das in der Statistik erfreulicherweise keine Auswirkungen. Die Anzahl der beteiligten Fahrradfahrer mit 1411 und Fußgänger mit 490 sind sogar leicht gesunken. Bei detaillierter Betrachtung der Verkehrsart „Fahrrad“ waren 18 E-Bike-Fahrer sowie 39 Pedelec-Fahrer an Unfällen beteiligt und bilden daher, so die Polizei, keinen auffälligen Schwerpunkt. Bei diesen Unfällen wurden 5 Personen schwer und 38 Personen leicht verletzt. Diese Werte liegen in Summe rund zehn Prozent unter dem Vorjahrsniveau.
Unfälle mit Todesfolge ereignen sich nach Auswertung der Statistik vor allem außerhalb von Ortschaften. Von den 57 Menschen, die starben, waren 13 Fußgänger. Acht von ihnen waren außerhalb von Orten unterwegs und wollten beispielsweise die Fahrbahn überqueren, als es zu den Unfällen kam. Zwei der Unfallopfer hatten zu viel Alkohol getrunken, zudem war es dunkel.

Ein Unfallschwerpunkt im Bereich der Polizeidirektion Braunschweig ist die Autobahn 2. Im Jahr 2017 ereigneten sich 1080 Verkehrsunfälle auf der Bundesautobahn 2, an denen unter anderem 585 Lkw beteiligt waren. Bei sechs Verkehrsunfällen mit Getöteten waren Lkw beteiligt, es kamen dabei 6 Menschen ums Leben. Darüber hinaus ereigneten sich 32 Verkehrsunfälle, bei denen Menschen schwer verletzt wurden. Hier waren in 19 Fällen ebenfalls Lkw beteiligt.

Infolge dieser schweren Unfälle kam es oftmals zu längeren Vollsperrungen. Erschwerend kam hinzu, dass wiederkehrend längere Abschnitte der BAB 2 im Zuge von Baustellen saniert wurden. Die Auswirkungen waren zum Teil enorm, da sich der gesamte Verkehr über einen längeren Zeitraum auf die Umleitungsrouten konzentrierte beziehungsweise die Staulagen auf der BAB 2 zu erheblichen Behinderungen führten.

Des Weiteren waren zum Teil auch Baustellen ursächlich, die westlich von Hämelerwald im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover lagen. Die Unfälle beziehungsweise Verkehrsdichte führten ebenfalls zu Staus, die sich dann unmittelbar auch in den Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Braunschweig ausdehnten.
Die schweren Unfallfolgen sind auf allen Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion allerdings insgesamt rückläufig. Die Anzahl der Getöteten verringerte sich von 10 auf 9 im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Schwerverletzten reduzierte sich von 88 auf 68.

Info:


Die Polizei hat vor dem Hintergrund des aktuellen Unfallgeschehens mehrfach Lkw-Schwerpunktkontrollen organisiert. Bei diesen speziellen Kontrollen wurden beispielhaft rund 270 Abstands-, 70 Geschwindigkeitsverstöße sowie diverse Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht (Lenk- und Ruhezeiten) festgestellt. Als Folge wurden 335 Sicherheitsleistungen mit einem Gesamtbetrag von rund 74 000 Euro erhoben.
Der jeweiligen Baustellensituation angepasst wurden darüber hinaus gezielt Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen durchgeführt, um das Geschwindigkeitsniveau vor diesen Gefahrenpunkten zu senken.
Ablenkung, Abstand und und Geschwindigkeit werden als mögliche Unfallursachen im Fokus weiterer Kontrollen stehen, die wöchentlich an wechselnden Tagen stattfinden werden. Das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ ist darüber hinaus Leitthema der landesweiten Präventionsarbeit.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.