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Spuren führen in die USA

Auch das Martino-Katharineum war betroffen. Foto: Pause

Neun Schulen wurden am Montag nach Anschlagsdrohungen evakuiert.

Von Ann-Kathrin Ewald, 07.09.2016.

Braunschweig. Die Ermittlungen der Polizei führen zu einem Server in Texas. Hier sollen die Mails, die auch an zwei Flughäfen gingen, verschickt wurden sein.

Mindestens neun Braunschweiger Schulen hatten Montagmorgen per E-Mail eine Anschlagsdrohung erhalten. Die meisten der Schulen waren evakuiert worden – für rund 10 000 Schüler fiel damit der Unterricht aus. „Inzwischen wissen wir, dass die gleiche oder eine ähnlich lautende Mail auch an Schulen in anderen Städten und Bundesländern ging“, sagt Polizeisprecher Joachim Grande. Hierunter seien unter anderem zwei Schulen in Frankfurt, das Sozialministerium in Schleswig-Holstein und die Flughäfen Hannover und Hamburg, so Grande. Das erhärte den anfänglichen Verdacht, dass es sich um einen schlechten Scherz handelt.

Um 9 Uhr morgens sollte nach der Drohmail ein Anschlag erfolgen – zum Glück aber blieb alles ruhig. An mindestens neun Schulen – dem Schulzentrum im Heidberg, dem Martino-Katharineum, der Gaußschule, der Neuen Oberschule, dem Gymnasium Ricarda Huch, dem Wilhelm-Gymnasium, der Grundschule Gliesmarode, der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule sowie dem Gymnasium Kleine Burg, der IGS Heidberg und den Grundschulen Bültenweg und Gliesmarode – haben die Schulleitungen den Unterricht ausfallen lassen.

„Wir haben sofort mit der Polizei Präsenz gezeigt, Streifenwagen standen vor jedem Schulgebäude“, schildert Grande den Ablauf. „Wir haben für den Fall von Bedrohungslagen Pläne, die sofort umgesetzt werden.“ Gegen 16 Uhr kam dann die offizielle Entwarnung seitens der Polizei.

Aktuell führen die Ermittlungen der Polizei zu einem Server im US-amerikanischen Texas. „Doch hier haben wir erstmal keine Handhabe“, erklärt Grande. Ab jetzt müsse man bundesweit agieren und sei auf die Zusammenarbeit mit den USA angewiesen, so der Polizeisprecher weiter.
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