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Soko gegen Randalierer

Polizei ermittelt nach schweren Übergriffen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22.05.13

Braunschweig. In der Nacht zu Pfingstmontag ist es zu schweren Übergriffen von Randalierern auf Polizeibeamte gekommen. Jetzt wurde eine Sonderkommission eingesetzt.

Die Polizei war wegen einer Schlägerei am Sonntagabend in die Neue Straße gerufen worden, bei ihrem Eintreffen sind sie auf rund 300 extrem gewaltbereite randalierende Fußballfans gestoßen, die mit Gläsern und Tischen nach den Beamten warfen. Es musste Verstärkung angefordert werden. 20 Polizisten wurden verletzt, sie erlitten Bein- und Kopfverletzungen.
„Randalierer und Straftäter, die vorgeben, Eintrachtfans zu sein, in Wahrheit jedoch dem Verein, der Stadt Braunschweig und dem Fußballsport insgesamt nur schaden, haben keine Toleranz von der Polizei zu erwarten“, sagte gestern Polizeivizepräsident Roger Fladung und kündigte konsequente Aufklärung an. „Ich verurteile, dass Polizeibeamte attackiert und teilweise schwer verletzt worden sind. Wir werden dafür sorgen, dass die Randalierer strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Von den echten, friedlichen Fußballfans erwarte ich eine eindeutige Distanzierung und eine Ächtung solcher Verhaltensweisen. Falsch verstandene Solidarität zu diesen Gewalttätern ist fehl am Platz.“
Auch Eintracht Braunschweig hat sich deutlich positioniert: „Wir verurteilen diese gewalttätigen Übergriffe in aller Deutlichkeit, sie sind grundsätzlich nicht zu tolerieren“, sagte Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt. Der Verein werde weiterhin eng mit der Polizei zusammenarbeiten. „Sobald die Täter identifiziert sind und feststeht, dass sie mit Eintracht Braunschweig in Verbindung stehen, werden auch wir entsprechend drastische Strafen verhängen“, sagte Voigt.
„34 000 Fans haben bei dem Empfang vor dem Schloss eindrucksvoll gezeigt, wie ohne Gewalt und Randale ein emotionales und positives Fest gefeiert werden kann“, sagte Eintracht-Geschäftsführer Voigt. Es sei nicht zu tolerieren, dass sich Minderheiten in dieser Form daneben benehmen.
Auf die Ausschreitungen in der Nacht zu Pfingstmontag mit 25 verletzten Beamten reagiert die Polizeiinspektion Braunschweig jetzt mit dem Einsatz einer Sonderkommission, die die Ermittlungen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigungen aufgenommen hat.
Die Beamten werden zunächst das vorhandene Bildmaterial auswerten. In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler weitere Zeugen, sich zu melden und möglicherweise vorhandene Videosequenzen oder Bilder zur Verfügung zu stellen. Die Sonderkommission „Neue Straße“ ist unter Telefon 4 76 33 15 erreichbar. Fahndungsaufrufe sind auch auf der Facebook-Seite der Polizei Braunschweig nachzulesen. Unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de sind auch anonyme Hinweise möglich.
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