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Silvester – sinnlose Tradition?

von Herbert Nagel

Wenn wir das neue Jahr fröhlich begrüßen mit Raketen und Knallern, reichlich Alkohol und ein wenig guten Vorsätzen, die alten Fehler nicht wieder zu begehen, denken nur einige darüber nach, ob das sich jährlich wiederholende Feuerwerk überhaupt noch in unsere Zeit passt.

Wir sind umweltbewusster geworden, bilden Initiativen gegen den Fluglärm, fordern leisere Autos und regen uns über laute Musikveranstaltungen auf. Am Silvestertag aber werden alle Leisetreter zu Sprengmeistern, die alle Vorsicht vergessen und sich oder andere verletzen, und wenn es noch dicker kommt, ganze Familien obdachlos machen.
Oder ich denke an all die Menschen in den Krankenhäusern und Altenheimen, für die der Lärm noch zusätzlich Schmerz und Leid bedeutet - nämlich an die, die nur eine ruhige Nacht verbringen möchten.
Schließlich sind da noch die Tiere. Hunde, Katzen, Vögel und andere Kleintiere in den Wohnungen, die vor Angst nicht wissen, in welcher dunklen Ecke sie sich vor den China-Böllern und Knallfröschen verstecken sollen. Gemeint sind aber auch die freilebenden Tiere in den Parkanlagen und Büschen hinter dem Haus. Von ihren Schlafplätzen vertrieben irren Vögel ziellos durch die Nacht.
Bereits weit vor Mitternacht strömen die Menschen - in der rechten Hand die schon geöffnete Flasche - auf den Nußberg, um mit ihrem in Pappe verdämmten Schwarzpulver in der Linken, auch den Kaninchen, Amseln Meisen und vielen anderen Tieren über und unter der Erde das neue Jahr entsprechend anzukündigen.

Wann endlich verliert die Silvesternacht ihre Schrecken?

Prost Neujahr!
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1 Kommentar
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Uwe Poppe aus Braunschweig - Nordstadt | 27.12.2013 | 13:48  
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