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Schwimmer kämpfen für ihren Sport

Geschäftsführer Christoph Schlupkothen (r.) und Marketingleiter Fabian Neubert diskutieren mit Heike Dinkelmann, Anja Wichmann und Birgit Fischer (v.r.). Foto: oh

Unterschriften-Aktion für längere und uneingeschränkte Öffnung des Freibades Raffteich.

Von Andreas Konrad, 16.08.2017.

Braunschweig. Mit knapp 200 Unterschriften protestierte am Dienstag eine Delegation begeisterter Schwimmer aus dem Freibad Raffteich gegen die dortige Anwendung der sogenannten Bäderampel und für längere Saisonzeiten. Christoph Schlupkothen, Geschäftsführer der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH, empfing die Schwimmer und nahm sich Zeit, Argumente auszutauschen.

Paradoxer Weise sei man genau wegen der Bäderampel miteinander in Kontakt gekommen, erzählt Heike Dinkelmann. „Schwimmen ist ja eine Individualsportart, da wir alle aber regelmäßig im Raffteich-Bad sind, war die Ampel schnell ein Thema“, berichtet sie weiter. So wurden innerhalb weniger Wochen 200 Unterschriften gesammelt. Anja Wichmann, eine der Schwimmerinnen, fasst das Hauptanliegen zusammen: „Das Raffteich-Bad ist das einzige Freibad, in dem man 50 Meter durchschwimmen kann. Durch die Bäderampel und kürzere Saisonzeiten wird es zum Bad zweiter Klasse.“
„Wir freuen uns über engagierte Schwimmer in jedem Bad“, sagt Schlupkothen. Sei Job sei es aber auch, die Bäder wirtschaftlich zu führen.

Und gerade unter diesem Gesichtspunkt hätten sich die Argumente für die Bäderampel in der zweiten Saison noch verstärkt, so der Geschäftsführer. Der Juli und wahrscheinlich auch der August in diesem Sommer seien verheerend gewesen, man beklage einen wetterbedingten Besucherrückgang von rund 40 Prozent. Zudem gibt es „den Fluch der Wetter-Apps“. Sei für den Abend ein Gewitter prognostiziert, wirke sich das auf den ganzen Tag aus. „An guten Tagen haben wir in der Wasserwelt genauso viele Besucher wie im Freibad“, beschreibt er die Veränderung des Badeverhaltens.

Dass diese Tendenz zulasten der ambitionierten Freizeitschwimmer geht, wollen die treuen Raffteich-Besucher indes nicht hinnehmen. Man werde sich in weiteren Schritten an den Aufsichtsrat der Stadtbad GmbH und die Stadt selbst wenden, kündigt Dinkelmann an und bat Schlupkothen, sie in diesem Anliegen im Interesse der Kunden zu unterstützen.
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