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Schüler schnuppern Uni-Luft

Heinrich-Büssing-Schule und Technische Universität kooperieren im Bereich Lego-Robotik.

Von Jens Radulovic, 17.10.2010.


Braunschweig. Der kleine Lego-Roboter wirkt wie ein tapsiges Schoßtierchen: Mit seiner Infrarot-Nase „schnüffelt“ er etwas unsicher wirkend erst nach links, dann nach rechts auf der Suche nach der schwarzen Fahrbahn-Leiste des auf dem Boden des Lego-Labors der TU angebrachten Verkehrsnetzes, die ihm den Weg zum Ziel weist.

Der Roboter ist das vorläufige Ergebnis des Praxiskurses von Schülern der Informationstechnik der Heinrich-Büssing-Schule (H-B-S) im Lego-Labor nach der ersten Stunde. „Wir haben aber in der Schule schon etwas vorgearbeitet“, gibt Ludger Mastall, Teamleiter am Fachgymnasium Technik der H-B-S, zu.
Vom Wintersemester an können 30 Schüler der Büssing-Schule im Lego-Labor lernen, wie man programmiert. Wöchentlich drei Stunden sollen sie unter Anleitung von TU-Mitarbeitern anhand von Lego-Robotern, wie sie im Spielwarenhandel erhältlich sind, an Aufgabenstellungen herangeführt werden, wie sie auch Studenten im ersten Semester begegnen. Der Praxiskurs gilt an der H-B-S als reguläre Unterrichtseinheit.
Das sieht der von Dr. Ursula Goltz, Leiterin des Instituts für Programmierung und Reaktive Systeme, und H-B-S-Schulleiter Jürgen Beißner vereinbarte Kooperationsvertrag vor. „Vor drei Jahren haben wir uns vorgenommen, die Übergänge von der Schule zur Universität besser zu managen. Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt dazu“, sagt Beißner. Die Abbrecherquoten lägen nicht daran, dass die Schüler zu dumm seien, sondern daran, dass sie nicht gut genug auf das vorbereitet seien, was an der Universität auf sie zukomme.
Alexander Schrinner, Schüler an der H-B-S bestätigt das: „Ich hatte eigentlich angedacht, nach der Schule ein duales Studium anzufangen.“
Nachdem er sich jetzt in der TU umgesehen und mit Hilfswissenschaftlern geredet habe, interessiere er sich mehr für die Universität. „Der wissenschaftliche Geist an der Uni reizt mich“, erklärt der 19-Jährige.
Die Kooperation wird finanziell von beiden Partnern zu gleichen Teilen getragen und ist halbjährlich kündbar. Sie sei aber, versichern Golz und Beißner einvernehmlich, ein auf Dauer angelegtes Projekt, dass auch künftigen Büssing-Schülern in der 13. Klasse offen stehen soll.
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