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Sarah und ihre Freundinnen: „Muttersprache“ trifft den Nerv

Sarah Connor bei ihrem Auftritt in der ausverkauften Stadthalle. Foto: Rüdiger Knuth

Sarah Connor überzeugt in der ausverkauften Stadthalle – Zusatzkonzert im nächsten Frühjahr.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22. April 2016

Braunschweig. „Das Leben ist schön, auch wenn es vergeht ...“ Sarah Connors rockige Ballade über den Tod wird von einem Frauenchor getragen – die Mädels in der Stadthalle sind so was von textsicher, dass selbst die Sängerin immer wieder anerkennend die Augenbrauen anhebt. Ganz offensichtlich spricht die 35-Jährige ihren Fans – speziell ihren weiblichen – aus der Seele.

Sarah Connor ist schwer angesagt, trifft den Nerv der Zeit. Das Konzert „Muttersprache“ in der Stadthalle war ruckzuck ausverkauft, ein Zusatzkonzert in der VW-Halle ist für April ’17 angekündigt.
„Es gibt kein Feuerwerk, keine Kunststücke, das kann ich alles nicht“, begrüßt sie die Braunschweiger, „aber ich habe die geilste Band der Welt und ich kann singen.“
Das kann sie auf jeden Fall. Kraftvoll, changierend, klar und warm gleitet sie scheinbar mühelos über mehrere Oktaven. Vor allem dieser leicht raue Schmelz in den Höhen ist ungeheuer attraktiv. Und erotisch.
Und schön ist sie auch. Auf eine eher unspektakuläre Weise. Wie das berühmte Mädchen von nebenan – nur eben schöner. Schlicht in Lederhose und Top, einen schwarzen Hut auf den blonden Haaren, beherrscht sie den Abend. Unterstützt von drei Backgroundsängerinnen und ihrer wirklich sehr guten Band. Manchmal vielleicht ein wenig zu laut, dafür sauber, schnell, stampfend und treibend.
„From Sarah with love“ – in der Mitte des Konzerts geht Sarah Connor zurück in ihre erste Karriere, als sie englischsprachige Dancehits präsentierte. Aber auch die klingen heute anders. „Das Lied ist mit mir erwachsen geworden“, sagt sie dazu.
„Deine Augen schauen mich an, doch dein Blick ist leer. Wann haben wir zuletzt gelacht? Ich weiß nicht mehr. Wie geht glücklich?“ – noch so ein Song, den vor allem die Frauen im Saal komplett mitsingen. Sarah und ihre Freundinnen – so wirkt das. Ihre Fans konnten sich Songs für das Konzert auf Facebook wünschen, „Wie geht glücklich“ gehört dazu. „Hat mich selber gewundert, dass ihr so einen ruhigen Song auswählt“, sagt Sarah. „Mein Herz war schön öfter gebrochen, das hilft beim Songschreiben“, erzählt sie den Werdegang des Liedes. Da stehen beste Freundinnen zwangsläufig ganz dicht beisammen.
Das Leben ist schön – dieser Abend auf jeden Fall.
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