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Sänger Bernhard Brink empfing den Till-Orden

Spritzige Tanzeinlagen sowie jede Menge Musik und Unterhaltung beim Büttenabend der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872. Da kam keine Langeweile auf. Fotos: André Pause

Der große Büttenabend der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 eröffnete den Reigen der Prunksitzungen

Von André Pause, 05.02.2017

Braunschweig. Farbenpracht im ganzen Saal, originelle Kostüme, spritzige Tanzeinlagen sowie jede Menge Musik und Unterhaltung – die Zutaten des großen Büttenabends der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 in der Stadthalle am Samstagabend waren traditionell so gewählt, dass keine Langeweile aufkommen konnte. Stargast des Abends war Schlagersänger Bernhard Brink, der nicht nur gesanglich beste Laune verbreitete, sondern auch den Orden „Till – der Schelm – ein Mensch“ entgegennahm. Vorab hatten wir die Gelegenheit mit dem sympathischen Entertainer zu sprechen.

? Herr Brink, der Orden der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft ist bereits ihre dritte Auszeichnung in diesem Jahr. Es läuft, oder?

! Dass ich das noch erleben darf, in meinem hohen Alter (lacht). Nein, Spaß beiseite. Ich finde es immer schön, wenn man eine Auszeichnung bekommt. Und wenn ich so nett gebeten werde, mache ich das gerne. Ich bin ja auch ein Schelm, habe in der Regel gute Laune. Man muss ja auch irgendwie fröhlich bleiben, in Zeiten, die sehr schwer sind. Insofern passt Till da wunderbar – ein Schelm, ein Mensch.

? Haben Sie auch sonst eine engere Verbindung zum Karneval, speziell zu dem in Braunschweig?

! Jetzt wohne ich seit langer Zeit in Berlin und muss zugeben: Karneval, dieses auf Kommando feiern, war nie unbedingt mein Ding. Nichtsdestotrotz finde ich ihn ganz, ganz wichtig. Gerade, wo es in vielen Bereichen des Lebens so ernst geworden ist, ist Karneval eine wunderbare Gegenbewegung. Gefeiert werden muss ja auch. Wobei man Bewegung im Rheinland ja gar nicht sagen darf, weil es da wirklich eine Institution ist, die genauso wichtig ist, wie für Mallorca der Ballermann oder für München das Oktoberfest.

? Rückblick: Können Sie sich noch an Ihr erstes Karnevalskostüm erinnern?

! Nein. In Nordhorn wurde nie Karneval gefeiert. Ich hatte damit zum ersten Mal Berührung – und Berührungsängste – bei einer Weiberfassnacht in Oberhausen, wo mir ein paar Frauen irgendwie alles abschneiden wollten. Da war ich völlig irritiert, so was kannte ich gar nicht. Da hatte ich ein bisschen Panik. Die waren enthemmt und entfesselt.

? Was verbindet Sie, über die Auszeichnung mit dem Till-Orden hinaus, mit Braunschweig?

! Naja, ich war früher schon öfter mal hier, zum Beispiel mit Dieter-Thomas Heck zu alten Hitparaden-Zeiten. Und Braunschweig ist ja auch eine der Städte, an denen ich immer vorbeikomme, wenn ich von Berlin aus in die Heimat, nach Nordhorn, fahre. Ich selbst verbinde mit Braunschweig natürlich auch die Tradition des Fußballs. Ich hoffe, dass Eintracht Braunschweig wieder in die erste Liga aufsteigt. Sie haben ja eine gute Chance.
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Horst Schmid aus Braunschweig - Innenstadt | 07.02.2017 | 18:14  
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