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Regenguss trübt Stimmung nicht

Die Gäste der Party feierten, was das Zeug hielt. Fotos (4): Erik Beyen

2500 Menschen kamen zur Freibadparty und feierten bis in den Morgen.

 Von Erik Beyen, 29.08.2017.
 

Grasleben. Die Freibadparty in Grasleben ist ganz offensichtlich eine gesetzte Veranstaltung. Anders lässt sich nicht erklären, dass am Samstagabend trotz zweier heftiger Regengüsse und im Raum stehender Gewitterwarnung 2500 Gäste bis in den Sonntagmorgen abfeierten, was das Zeug hielt. Diesmal bekamen sie Musik von zwei Seiten auf die Ohren, live und aus der Konserve. Organisiert hat die Sause am Beckenrand der Förderverein für das Freibad. Der spart gerade auf eine Heizung für das Hauptbecken des Salzwasserbades. Der Erlös aus der neuerlichen Fete geht vollständig in diesen Topf.

Die Wetterfrösche hatten es vorhergesagt, und so kam es, wie es kommen musste: Es goss zeitweise wie aus Kübeln. Ein Problem? Nein, weder für die Veranstalter, noch für die Gäste. Die standen bereits vor 19 Uhr, dem offiziellen Beginn der Sause, am Beckenrand Schlange vor dem Einlass. Zwischen ihnen und der Wiese nur noch die Sicherheitsleute der SVM Security aus Hemstedt. Mit 19 Kräften waren sie vor Ort, um das Fest abzusichern, etwa für den Fall eines Gewitters. Dann hätten sie die Gäste nämlich alle in die Sporthalle gleich nebenan geleiten müssen – Teil des Sicherheitskonzeptes, so die Veranstalter. Ganz nebenbei fischten die Sicherheitsleute Mitbringsel der zumeist jungen Gäste aus deren Taschen: Alkohol in Flaschen und Dosen.

Die Kosten für die Megafete zwischen Beckenrand und Liegewiese sind enorm, auch der organisatorische Aufwand. So sei etwa eine Baugenehmigung für Bühnen und sonstige technische Einrichtungen erforderlich gewesen, erzählt das Organisationsteam. Der Aufwand hat sich offenbar gelohnt. Die große Liegewiese glich einem einzigen riesigen Festplatz, eingesäumt von Bunden und Ständen, an denen es von Pilzen aus der Pfanne über Pommes und Bratwurst sowie Bier, Sekt und Cocktails eigentlich alles gab, was eine Megasause auch zur Sause für den Kopf werden lassen könnte.

Acht Euro zahlten die Gäste an der Abendkasse. Einige hundert waren das, denn der größte Teil hatte sich seine Karte vorab gesichert, an der Kasse des Freibades oder über das Internet. Die Partygesellschaft kam übrigens nicht alleine aus Grasleben und Umgebung. Bis nach Braunschweig und Salzgitter reicht die Beliebtheit der Freibadparty, der größten Wiesenparty im Landkreis, wie die Veranstalter sie nannten. „Die Party ist Programm, schon immer“, sagte ein Quartett, das die Party seit vielen Jahren besucht, nach dem Warm-Up. Zu dieser Phase heizte DJ Stefan von der Hauptbühne wie von einem Thron aus ein. Vor ihm der Tanzpavillon, noch zappelten nur wenige der Gäste im Takt der Musik. Doch das sollte sich im Laufe der Nacht, die Party ging bis in die frühen Morgenstunden, noch ändern.

Je später der Abend, desto voller das Bad, besser, der Eingangsbereich und die große Liegewiese. Musik donnerte an diesem Abend auch von einer Livebühne. Die Nachwuchsband Enemy Jack machte ab 21 Uhr den Anfang, gefolgt von Elliot, die ab 22.30 Uhr rockten. Gegenüber der Thron für DJ Fenstyle und Stefan. Eine gelungene Premiere, die Sache mit den Livebands, fanden die Organisatoren. Denn die Mucker zogen noch einmal kräftig Publikum an. Mitte September endet eine durchwachsene Freibadsaison in Grasleben. Der Förderverein zieht dennoch eine positive Bilanz, wie dessen Vorsitzende Carmen Brehme kürzlich am Telefon erklärte. Alle Veranstaltungen seien erfolgreich verlaufen. Das waren der Frühjahrsputz, das Bürgerfrühstück, die Ferienpass-Aktion, die Beachvolleyball- und Wasserballturniere sowie die Megasause am Beckenrand. Die Planungen für das kommende Jahr liefen bereits.
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