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Razzia im Brain Klub – Drogen gefunden

Partystimmung im Brain Club. Foto: Drescher

Großeinsatz in Diskothek – Kritik an Einsatz – Mehr ständige Polizeipräsenz gefordert – Oberbürgermeister stärkt der Polizei den Rücken.

Von Falk-Martin Drescher, 15.01.2014.
Braunschweig. Am frühen Sonntagmorgen führte die Polizei Braunschweig mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Hannover eine Razzia im Brain Klub durch. Bei der Überprüfung der 210 Partygäste wurden Marihuana, Amphetamine, Liquid Ecstasy – auch K.-o.-Tropfen genannt – ein Schlagstock und ein Messer sichergestellt.

Der Großeinsatz mit 140 Beamten, der bis in den Morgen andauerte, ist umstritten. In den sozialen Medien wird die Verhältnismäßigkeit der Aktion diskutiert. „Im Ergebnis haben sich die von uns vermuteten Umstände, die auch zu der Entscheidung führten, diese Razzia zu machen, bestätigt“, bilanziert Joachim Grande, Pressesprecher der Polizei. 19 Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie zwei wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wurden eingeleitet, bei dem Absuchen des Clubs wurden darüber hinaus noch rund 30 Päckchen mit vermutlich Marihuana aufgefunden. „Wir werden jetzt die Ermittlungen fortsetzen und erhoffen uns weitere Hinweise, die uns helfen, den Drogenhandel und -konsum einzudämmen“, so Grande. Weitere Kontrollaktionen oder Razzien in anderen Betrieben seien möglich – auch richte die Polizei nun den Fokus intensiv auf die Bekämpfung des Straßenhandels mit Betäubungsmitteln. Grande dazu: „Wir sind dankbar für jeden Hinweis.“
In den Internetdiskussionen wurde den Beamten vorgeworfen, auf der Partymeile zu wenig Präsenz zu zeigen. „Wir können nicht mehr einsetzen als wir haben“, entgegnet Grande. Der Bereich sei bereits polizeilicher Aktionsschwerpunkt. „Wo Alkohol im Spiel ist, passieren schlimme Dinge mit schlimmen Folgen.“
Auch der Oberbürgermeister äußerte sich zu der Aktion. „Braunschweigs Polizei gewährleistet seit Jahr und Tag mit konsequentem und professionellem Auftreten bei Einsätzen die Sicherheit in unserer Stadt. Die Beamtinnen und Beamten sorgen mit solchen Einsätzen, wie in dieser Diskothek, auch dafür, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt wird. Und das ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in dieser Stadt“, dankte Dr. Gert Hoffmann der Polizei. Wenngleich es, wie auch in anderen Städten, immer Kritiker gebe, die etwa Unverhältnismäßigkeit vorwerfen würden – die Einsätze seien oft sehr schwierig und mit Gefahren für die Einsatzkräfte verbunden. Das zeigte sich etwa jüngst bei dem Derby in Hannover, wo auch Braunschweiger Beamte im Einsatz waren. Wenn die Polizei aber nicht rechtzeitig und vorsorglich tätig sei, gäbe es auch Kritik. „Wir wollen eine sichere Stadt bleiben und auch kein Einfallstor für Drogen werden“, so der Oberbürgermeister.
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