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Prinzessin Lillyfee gegen Captain Hook

Quietschbunt und wild kostümiert warteten die Enten auf das Startsignal. Foto: Leute

Rund 2500 Enten gingen am Sonntag im Bürgerpark an den Start und halfen damit einem Projekt in Afrika.

Von Birgit Leute, 25.09.2016.

Nichts für hibbelige Kindernerven: Statt ins Ziel zu "rennen" dümpelten die quietschbunten Badeenten am Sonntag eher dem Ziel entgegen.



Schuld war die Oker, die an diesem Tag ganz besonders gemächlich floss. Zum Weltkindertag hatte die Stadt wieder zum Entenrennen eingeladen. Rund 2500 der niedlichen Plastiktierchen, die vorher für drei Euro erworben werden konnten, gingen zwischen Drachen- und Hennebergbrücke an den Start.

Wer schlau war, hatte seine Ente vorher auffällig verkleidet, um sie in dem bunten Pulk, der sich mit dem Startschuss um 15.30 in Bewegung setzte, wiederzufinden. Dennoch war das Rätselraten groß, denn Vögel mit rosa Federn, Badmann-Kostüm oder Piraten-Dreispitz flossen gleich dutzendweise die Oker hinunter. Deren geringes Tempo war für manchen kleinen Teilnehmer eine echte Nervenprobe. "Geht das denn nicht mal schneller", wurden die Rennbedingungen moniert.

Trotz der Einwände war der Veranstalter, der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, mit dem Fest rundum zufrieden. Unter dem Motto "Wasser für Balanka" hatten sich die Jugendförderung und mehr als 50 Partner aus Kinder- und Jugendzentren, Kindertagesstätten und Vereinen zusammengetan und einen spannenden Kindernachmittag vorbereitet. Dank des strahlenden Sonnenscheins waren rund 5000 Besucher in den Bürgerpark zusammengekommen, die mit jeder gekauften Ente ein Projekt des Vereins "Ingenieure ohne Grenzen" unterstützen.

Der Verein verwendet die Mittel für ein Brunnen- und Zisternenbau-Projekt im Dorf Ba-lanka in Togo. Balanka ist ein Dorf mit etwa 9000 Einwohnern. Die Bevölkerung greift, um ihren Wasserbedarf zu decken, vor allem auf vorhandene Flachbrunnen und kleinere Fließgewässer zurück. Viele dieser Brunnen sind aber in einem schlechten Zustand, besitzen keine oder zerstörte Abdeckungen und beeinträchtigen so die Wasserqualität. "Wir fliegen im Januar runter und verfolgen die ersten vier bis sechs Wochen die Arbeiten", berichtet Inka Dreßler vom Verein und freut sich: "Mit den Spenden, die anlässlich des Entenrennens zusammengekommen sind, lässt sich praktisch das ganze Projekt finanzieren."
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