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Muttertag: Kinder sind wichtig – die Ausbildung auch

Derzeit entscheiden sich viele Frauen für eine Familie. Foto: Imago

Mütter zwischen „Babyboom“ und Job.

Von Birgit Wiefel, 12.05.2018.

Braunschweig. Erst im vergangenen Jahr hat das Klinikum Braunschweig einen sechsten Kreißsaal eröffnet: Nach Jahren, in denen Frauen – sei es aus finanziellen, sei es aus Karrieregründen – zögerten, Mutter zu werden, steigen die Geburtenzahlen inzwischen das fünfte Jahr in Folge und erreichen deutschlandweit das Niveau von 1996.

Auch in Braunschweig ist der Babyboom zu spüren: Seit Anfang des Jahres wurden schon 817 Kinder im Klinikum entbunden. „Das sind 93 Geburten mehr als im Vorjahr“, vermeldet Pressesprecherin Thu Trang Tran. Den gleichen Trend verzeichnet das Krankenhaus Marienstift –
936 Kinder erblickten hier 2017 das Licht der Welt, sechs mehr als das Jahr davor.
„Im Allgemeinen können wir sagen, das der Altersdurchschnitt bei den Frauen höher liegt als früher“, bestätigt Tran Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Das hat herausgefunden, dass Frauen heute zwischen 30 und 37 Jahren sind, wenn sie sich für Nachwuchs entscheiden. Und lieber auf Nummer sicher: Erst die Ausbildung und den Berufseinstieg, dann das Kind.
Das Institut für Demografie, Allgemeinwohl und Familie nennt diesen Babyboom „importiert“. Die gestiegenen Geburten seien „maßgeblich auf zugewanderte Mütter zurückzuführen.“
Thu Trang Tran möchte diese Unterscheidung nicht treffen. „Wir leben in einer globalisierten Gesellschaft, Braunschweig ist international – da zwischen deutschen und ausländischen Mütter zu trennen, macht in meinen Augen keinen Sinn.“
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