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Mutmaßlicher Täter in U-Haft

Offenbar versuchter Mord auch in Hannover.

Von Martina Jurk, 22.02.2012

Braunschweig. Ganz schnell haben Polizei und Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Täter des brutalen Raubüberfalls auf eine 53-Jährige am Freitagabend am Pressehaus dingfest gemacht.

Seit gestern sitzt ein 33-jähriger polnischer Obdachloser in U-Haft. Er ist dringend verdächtig, die 53-jährige Frau am Pressehaus brutal überfallen und ihr schwerste Kopfverletzungen zugefügt zu haben. Einen Tag zuvor soll er in Hannover eine Frau auf die gleiche Weise niedergeschlagen haben. Auch dort soll er mit einem harten Gegenstand zugeschlagen haben. Das Opfer liegt ebenfalls mit Schädelbruch im Krankenhaus.
„Wir sind froh, dass wir so schnell Erfolg hatten. Die Bevölkerung war sehr beunruhigt“, sagte Polizeisprecher Joachim Grande. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft lobt die sehr gute Ermittlungsarbeit der Polizei.
Die Polizei hatte am Montagnachmittag einen 33-jährigen obdachlosen polnischen Staatsbürger im Bebelhof festgenommen. Auf die Spur gekommen sind die Beamten dem Mann durch einen Zeugenhinweis. Ein Mann hatte einen blauen Suzuki mit polnischem Kennzeichen zur Tatzeit an der Hamburger Straße gesehen. Nach einer umfangreichen Fahndung der Polizei nach dem Fahrzeug fanden die Beamten der Ermittlungsgruppe den Tatverdächtigen, der in seinem Wagen auf einem Parkplatz eines Discounters an der Borsigstraße schlief. Im Kofferraum des Wagens befanden sich das geraubte Prinzessinnenkostüm und die Handtasche des Opfers sowie Gegenstände, die dem Opfer aus Hannover geraubt wurden.
Das Tatwerkzeug sei noch nicht identifiziert. Die Polizei suche im Auto nach möglichen Spuren. „Das Auto ist vollgemüllt. Einige Dinge könnten als Tatwerkzeug infrage kommen“, so Polizeisprecher Joachim Grande. Der Gesundheitszustand des Opfers in Braunschweig sei weiterhin kritisch.
Der mutmaßliche Täter wurde gestern einem Haftrichter vorgeführt. Ihm wird zweifacher versuchter Mord, zudem Heimtücke und Habgier, schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. „Er streitet alles ab, die im Auto entdeckten Sachen der Opfer habe er gefunden“, berichtet Klaus Ziehe, Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft. Offensichtlich habe sich der Obdachlose durch Raub Nahrungsmittel und andere Dinge beschafft. Entsetzlich sei die unglaublich rohe Gewalt, mit der die Taten begangen wurden.
Die Polizei fragt auch weiterhin: Wer hat den abgebildeten Wagen vor der Tat an der Hamburger Straße oder an anderen Orten in der Stadt gesehen? Wer kann etwas zu dem Fahrer sagen oder hatte Kontakt mit ihm? Hinweise nehmen die Ermittler unter 4 76 25 16 entgegen.
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