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„Musik ist meine zweite Liebe“

Schauspielerin Susanne Menne steht auch als Musikerin mit eigener Band auf der Bühne.

Von André Pause, 26.12.2010

Noch bis zum 9. Januar ist Sabine Menne in der Altstadtkomödie im Stück „Suche impotenten Mann fürs Leben“ zu sehen. Immer öfter steht die Schauspielerin außerdem mit ihrer Band Traumphase auf der Bühne. In einem Interview plaudert sie über die Schauspielerei und die Musik.

? Sie waren bereits 2009 in der Komödie am Altstadtmarkt zu sehen, jetzt wieder. Was hat den Ausschlag gegeben?

! Die Zusammenarbeit mit dem Haus hat einfach gut funktioniert und ich denke, Florian Battermann hat gedacht, ich passe gut auf die Rolle der Laura. Und deshalb hat er mich gefragt, ob ich das machen möchte. Wir konnten gut zusammenarbeiten, haben uns gut verstanden, mir hat es hier sehr gut gefallen. Deswegen greift er, glaube ich, immer gern auf Leute zurück, die er bereits kennt.

? Was ist für eine gutfunktionierende Zusammenarbeit wichtig?

! Man muss sich einfach gut verstehen. Das kann ich gar nicht näher beschreiben. Entweder die Leute sind sich untereinander grün oder nicht. Und wir waren uns halt grün. (lacht)

? Im jetzigen Stück spielen Sie sehr unterhaltsam, haben aber auch schon deutlich ernstere Rollen gespielt, haben Sie ein Faible für die eine oder andere Richtung?

! Ich nehme das so, wie es kommt, und schaue, ob es mir gefällt. Aber ich unterscheide nicht so, dass ich sage: Ich möchte jetzt aber lieber tragisch spielen oder lieber komödiantisch. Ich mag beides gern, in letzter Zeit ist es mehr Komödie. Wobei: Für Komödie braucht es auch eine große Ernsthaftigkeit, um komisch zu sein.

? Es liegt nah beieinander…

! Auf jeden Fall. Das ist ja auch im Leben so. Tragische Momente haben oft eine gewisse Komik – oder man muss sie mit Humor nehmen, um sie überhaupt ertragen zu können.

? Sie haben gesagt, Florian Battermann ist auf Sie zugekommen, um Ihnen die Rolle anzubieten. Ist das der Normalfall, oder ist es eher so, dass Sie sich bewerben?

! Es ist so und so. Ich bewerbe mich natürlich auch an Häusern. Dass jemand kommt, ist nicht die Regel. Es ist immer mal wieder ein Kampf, einen Job zu bekommen. Für das nächste Jahr sieht es zum Beispiel total gut aus. Ich hatte aber auch schon Jahre, da sah es überhaupt nicht so aus. Da muss man dann gucken, irgendwie damit klarzukommen.

? Neben der Schauspielerei machen Sie auch Musik, haben eine eigene Band.

! Ja, es sind jetzt fast zweieinhalb Jahre. Ich habe die Band selber gegründet, schreibe die Songs, spiele Gitarre und singe. Für mich ist das die zweite große Liebe neben dem Schauspiel. Musik ist immer ganz direkt, geht direkt von mir ins Publikum. Beim Theater spiele ich immer eine Rolle. Da ist natürlich auch etwas von mir drin, aber Musik ist noch direkter, und ich kann alles machen, was ich will. Es gibt keinen, der mir sagt, was ich machen muss. Das finde ich total gut. (lacht)
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