Anzeige

Mitten im elektronischen Musikzirkus

Mario Correra. Foto: oh

Veranstalter und DJ Mario Correra startete kürzlich die neue Reihe „Rekord“ – Im Interview erläutert er die Hintergründe.

Von Falk-Martin Drescher, 18.09.2014.

Braunschweig. Im Braunschweiger Nachtleben zählt er zu den Machern: Er ist als DJ aktiv, hat unterschiedliche Formate veranstaltet, pflegt seit Jahren seine „100 Hertz“-Reihe im Brain Klub und startet nun mit „Rekord“. Szene38 hat mit Mario Correra über die elektronische Musik in Braunschweig gesprochen.

?Seit acht Jahren veranstaltest du nun schon „100 Hertz“. Mit Blick auf die vergangenen Jahre – wie würdest du die Entwicklung der elektronischen Musik in Braunschweig beschreiben?

!Ganz allgemein würde ich sagen: Sie hat sich gut entwickelt. Es gibt einen stetigen Zulauf, zu dem unter anderem auch die „100 Hertz“-Reihe, die es nun seit 2007 gibt, einen Beitrag geleistet hat. Ich begrüße alle Aktivitäten, und hoffe, dass große Acts nicht allzu häufig auf den gleichen Tag gelegt werden – vor allem im Hinblick auf fest wiederkehrende Reihen der elektronischen Musik in Braunschweig.

?Was war damals der Impuls für den Start der „100 Hertz“-Reihe?

!Ich wollte an den Stellschrauben drehen. Wollte wissen, was passiert, wenn man nicht nur einen guten Vorschlag hat, sondern ihn auch selbst in die Tat umsetzt. Außerdem wollte ich mich musikalisch nicht verstellen – so war es nur logisch, die Reihe alleine auf die Beine zu stellen. Ich habe damals auch nicht genau gewusst, was mich erwartet, dafür ist es wirklich ein großer Spaß.

?Gab es in den vergangenen Jahren auch Momente mit Höhen und Tiefen?

!Die Überrumpelungsaktion im Brain im Februar dieses Jahres, leider. Die ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Ansonsten ist der Trend aufsteigend. Ich habe viele Leute kennengelernt, ältere, jüngere – toll, dass das Publikum so gemischt ist. Die Atmosphäre ist gleichbleibend gut. So sage ich: Es macht noch Sinn, macht noch Spaß. Weitermachen.

?Gab es bei den Bookings spezielle Überraschungen oder Enttäuschungen?

!Es gab jede Menge Underdogs. Auf Anhieb fällt mir da Superflu ein, die vor ein paar Jahren noch ziemlich unbekannt waren und nun international gebucht sind, alles bespielen, was nicht niet- und nagelfest ist. Auch Virginia ist heute weltweit unterwegs. Es gibt einige Acts davon, die man heute vermutlich kaum noch finanziert bekommt. Spezielle Enttäuschungen gab es nicht, alle waren gut drauf und mit allen hat es wirklich Spaß gemacht. Fortjagen wollten wir keinen (lacht).

?Du kennst dich auch in den Szenen vieler anderer Städte aus. Ist unsere Szene im Vergleich da eher aktiver als andernorts?

!Ich würde sie auf einem normalen Level sehen. Wenn man es auf Metropolen hochpotenzieren würde, dann würde ich sogar sagen, dass wir gut aufgestellt sind. Das Angebot hat Qualität und ist breitgefächert.

?Kürzlich bist du mit „Rekord“ gestartet. Was steckt dahinter?

!In erster Linie wollte ich eine weitere Veranstaltung machen, die den Fokus etwas mehr auf den Liveaspekt setzt. Der Fokus Livemusik mit Bühne kann im Eulenglück umgesetzt werden. Im gleichen Zug wollte ich eine Veranstaltungsplattform gründen und sagen: „100 Hertz“ und „Rekord“ finden unter dem gleichen Dach statt, nämlich „Aux“. Das Angebot geht also Hand in Hand, beide Formate bereichern sich gegenseitig und können als Ganzes wahrgenommen werden.

?Was ist die Ausrichtung von „Rekord“?

!Ich wollte noch mehr Menschen erreichen und Braunschweig national im elektronischen Musikzirkus in die Mitte rücken. Alles was ich mache, ist natürlich nur ein kleiner Beitrag zu dem, was alle gemeinsam erreichen. Nicht einer reißt das Ruder rum, alle geben ihren Teil dazu.

? Wenn du dir jemanden aussuchen kannst: Wen würdest du gerne mal buchen?

!Da gibt es viele, an denen ich dran bin. Nur: Am Abend entscheiden nicht nur die Acts, sondern auch der Gast. Er bestimmt auch mit, wie der Abend für ihn und andere wird. Etwas mehr Bewusstsein dafür wünsche ich mir. Dazu gehört auch, dass Smartphone mal in der Tasche zu lassen – zumindest auf der Tanzfläche.

?Möchtest du den Gästen deiner Partys etwas auf den Weg geben?

!Auf jeden Fall: Das Wochenende ist mitunter die wichtigste Zeit im Leben, und Musik gehört einfach dazu. Alle zusammen und ich mit euch, weiter geht’s!

Das vollständige Interview finden Sie im Internet unter der Adresse www.szene38.de .
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.