Anzeige

Mit der Bürgermedaille ausgezeichnet

Braunschweig, 21.10.2016.

Sechs Braunschweigerinnen und Braunschweigern hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth am Mittwochabend in der Dornse des Altstadtrathauses die Bürgermedaille der Stadt Braunschweig verliehen. Diese Auszeichnung ist eine der höchsten Ehrungen, welche die Stadt Braunschweig überhaupt zu vergeben hat.

Die Preisträger: Franziska Dickschen, Barbara Weinert, Dr. Bernd Hoppe-Dominik, Heinz Kaiser, Wilhelm Meister und Prof. Dr. Ernst-August Roloff.

„Seit über 25 Jahren ehren wir mit der Bürgermedaille Personen und Personenvereinigungen, die das allgemeine Wohl der Bürgerinnen und Bürger in Braunschweig auf sozialem oder kulturellem Gebiet, im Umweltschutz oder in anderen wichtigen Bereichen in besonderer Weise gefördert haben“, sagte der OB. „Es ist uns wichtig, mit dieser Auszeichnung ein deutliches Zeichen zu setzen. Die Bürgermedaille ist ein Dank an herausragende Persönlichkeiten. Die Geehrten haben mit großem Einsatz an Freizeit und Kraft die Stadt und das Leben in Braunschweig in positiver Weise mitgestaltet.“

Franziska Dickschen setzt sich seit vielen Jahren auf internationaler Ebene für Menschenrechte ein. In Braunschweig gründete sie den Zweig des „Deutsch-Nicaraguanischen Freundschaftsvereins Enrique Schmidt e. V.“ Sie engagiert sich im La-teinamerika-Komitee, initiierte den Trägerkreis „Braunschweiger Kaffee“ und ist Vorstandsmitglied des Vereins „Fair in Braunschweig“.

Barbara Weinert erwarb sich neben ihrer langjährigen kommunalpolitischen Tätigkeit im Stadtbezirksrat Hondelage vor allem im Seniorenrat, im Kreisschützenverband und im Verein „Most“ (weiß-russisch für „Brücke“) Verdienste. Sie ist im Reiseteam des Seniorenrates aktiv und trug als Schatzmeisterin des Kreisschützenverbandes entscheidend zu dessen finanzieller Stabilität bei. Im Verein „Most“ bietet sie jedes Jahr weißrussischen Germanistikstudierenden eine Unterkunft und organisiert für sie ein Rahmenprogramm.

Für Dr. Bernd Hoppe-Dominik, der sich zurzeit bei einem ehrenamtlichen Einsatz im westafrikanischen Togo befindet, nahm dessen Frau Sabine die Auszeichnung entgegen. Hoppe-Dominik, ehrenamtlicher Beauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt Braunschweig, engagiert sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Förderkreis Umwelt und Naturschutz Hondelage (FUN) und arbeitete an rund 150 Projekten mit, darunter große Vorhaben wie die Schunter-Renaturierung, die Errichtung des Erlebniszentrums Hondelage oder des Geopunktes Mergelkuhle. Hinzu kommen vielfältige Aktivitäten, um Kinder für den Naturschutz zu interessieren. Hoppe-Dominik zeichnete außerdem verantwortlich für den Aufbau des Naturerlebniszentrums Haus Entenfang in Riddagshausen.

Heinz Kaiser engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Struktur und Organisation des Behindertenbeirats Braunschweig wie dessen auch überregional anerkanntes Wirken hat Kaiser - von 2010 bis Mitte 2016 1. Vorsitzender des Vereins - maßgeblich geprägt. Er setzte sich erfolgreich für die Barrierefreiheit städtischer Gebäude ein und initiierte federführend das Gemeinschaftsprojekt BINAS (Braunschweig integriert natürlich alle Sportler), das darauf ausgerichtet ist, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Migrantinnen und Migranten die Teilnahme an Sport und Freizeitangeboten und die Integration ins Vereinsleben zu ermöglichen.

Wilhelm Meister wurde für sein Engagement im Rahmen des Ringgleisprojektes geehrt. Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Meister für dieses Projekt - die Umwandlung einer ehemaligen Bahntrasse rund um die Stadt in einen beliebten Freizeitweg - ein. Zudem ist er Gründungsmitglied des Vereins AntiRost, wirkt bei der Braunschweiger ZeitSchiene und in weiteren Vereinen mit.

Prof. Dr. Ernst-August Roloff machte sich als herausragender Regionalhistoriker in besonderem Maße bei der Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Braunschweig und der Region einen Namen. Sein nachhaltiges Engagement brachte ihm weit über die Grenzen Braunschweigs hinaus höchste Anerkennung ein. Roloffs Beschreibung der Rolle des Bürgertums bei der Machteroberungsstrategie der Nazis setzte Maßstäbe und erreichte zugleich aufgrund der allgemeinverständlichen Darstellung eine große Öffentlichkeit. Als ehemaligem Lehrer am Gymnasium Raabe-Schule lag dem Historiker die Vermittlung von Wissen an die junge Generation besonders am Herzen. Er leistete wesentliche Beiträge zu einem reflektierten und kritischen Umgang mit der Stadtgeschichte und war an der Entwicklung des Braunschweiger Gedenkstättenkonzepts maßgeblich beteiligt.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
685
Horst Schmid aus Braunschweig - Innenstadt | 23.10.2016 | 11:22  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.