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Landeskriminalamt befragt Bürger zu Sicherheit

Im Zuge einer Dunkelfeldstudie werden unter anderem Bürger aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg befragt.

Hannover, 07.02.2015. Die Kriminologische Forschungsstelle (KFST) des Landeskriminalamtes
Niedersachsen (LKA NI) führt ab Februar 2015 eine weitere Befragung zum
Dunkelfeld der Kriminalität in Niedersachsen durch.

In Deutschland einzigartig, machte sich das LKA Niedersachsen schon mit einer ersten Befragung im März 2013 auf den Weg, um Informationen über die nicht zur Anzeige gebrachte Kriminalitätslage in Niedersachsen zu erlangen. Die Erkenntnisse dieser von Beginn an auf Wiederholbarkeit angelegten Studie ergänzen die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) um unmittelbare Erfahrungen der Bevölkerung und vervollständigen so das Bild von der Kriminalitätslage im Land und schließen bisherige Erkenntnislücken.

Um auch weiterhin aktuelle Tendenzen und Entwicklungen des Kriminalitätsgeschehens aus Sicht der Bevölkerung zu erkennen, schließt sich
nunmehr eine weitere landesweite Befragung an. Parallel dazu werden auch
Schleswig-Holstein und Mecklenburg – Vorpommern eine Dunkelfeldstudie nach
niedersächsischem Muster durchführen, sodass nach Abschluss auch ein
Vergleich zwischen den Bundesländern möglich sein wird.

Nicht nur wissenschaftlich eine interessante Perspektive

Uwe Kolmey, Präsident des Landeskriminalamtes, merkt dazu an: „Die neben der
PKS stehende Beschreibung der Sicherheit in Niedersachsen hat sich etabliert
und wird zukünftig eine weitere qualitativ hochwertige Quelle für strategische
Planungen in der Polizei Niedersachsen schaffen“.

Wie bei der ersten Befragung werden vom LKA Niedersachsen im Rahmen einer
repräsentativen Umfrage 40000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren in über
80 Kommunen zweimal postalisch angeschrieben. Nachdem sie zuerst allgemeine Grundinformationen erhalten, erfolgt dann im zweiten Schritt die
wissenschaftliche Erhebung anhand eines zwanzigseitigen Fragebogens.
Dieser bezieht sich auf folgende Themenkomplexe: Lebenssituation, Erfahrungen mit Kriminalität in der Rückschau auf das vergangene Jahr, Anzeigeverhalten, Kriminalitätsfurcht, Wahrnehmung und Bewertung der Polizeiarbeit und Erfahrungen mit dem Internet.

Schon jetzt ist klar: Angeschrieben werden Bürger aus Gifhorn, Bad Harzburg, Peine, Braunschweig, Wolfsburg, Vechelde, Cremlingen und Salzgitter.
Die Befragung erfolgt anonym, die Teilnahme ist freiwillig.

„Nach wie vor steht im Vordergrund, eine weitere Basis für die Entwicklung noch
zielgenauerer Präventionskonzepte zu etablieren, Maßnahmen zur Erhöhung der Anzeigebereitschaft zu initiieren, den Einsatz von personellen und sachlichen Ressourcen bei der Polizei zu verbessern und die Forschung als Indikator für die Wirkung polizeilicher Schwerpunktsetzungen zu nutzen“, so Hartmut Pfeiffer, Projektverantwortlicher und Leiter der Kriminologischen Forschung und Statistik im Landeskriminalamt Niedersachsen.

Wissenschaftliche wie technische Unterstützung findet das LKA Niedersachsen durch das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN), die Universität Hamburg und das Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) in Mannheim.
Für Rückfragen oder nähere Informationen wird die Hotline Tel.: 0511/26262-
6565 eingerichtet.
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