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Kunst zwischen schönen Gärten

Zwischen dem „Garten der Ruhe“ und dem „Garten der Wildblumen“ finden die Besucher Magnus Kleine-Tebbe bei der Arbeit. Foto: Thomas Ammerpohl

Der Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe ist auch heute auf dem Domplatz für die Besucher da.

Von Martina Jurk, 08.08.2015.

Braunschweig. Für den Künstler Magnus Kleine-Tebbe ist die Arbeit zwischen den beiden Themengärten auf dem Domplatz ein Segen. Der Bildhauer könnte sich sogar vorstellen, dass man die „grünen Inseln“ dauerhaft in der Stadt realisieren könnte. „Die Menschen haben Hunger nach schön gestalteten Plätzen in der Stadt“, hat er festgestellt.

Gestern saß Kleine-Tebbe von 10 bis 16 Uhr auf dem Domplatz und meißelte Reliefs mit Tiermotiven aus Sandsteinblöcken, die einen Garten schmücken oder eine Vogeltränke verschönern können. Viele Menschen blieben stehen, sahen ihm über die Schulter und stellten Fragen. Auch heute ist der Künstler im Rahmen der Veranstaltung „Braunschweig blüht auf!“ vor Ort.

Die Motive, die Magnus Kleine-Tebbe aus dem Stein meißelt, sind auf das Gartenthema zugeschnitten. Frosch, Fasan und Eidechsen „schält“ der Braunschweiger Künstler aus dem Block heraus. „Das sind für mich Fingerspiele“, sagt der 49-Jährige, der normalerweise große Skulpturen anfertigt.
Seit 25 Jahren macht er das sehr erfolgreich. Seine Auftragsbücher sind voll. Der studierte Bildhauer ging bei Jürgen Weber in die „Schule“, der unter anderem den Ringerbrunnen und die Stele 2000 Jahre Christentum auf dem Ruhfäutchenplatz in Braunschweig gestaltete. Kleine-Tebbe unterrichtet inzwischen selbst an der Steinmetzschule in Königslutter.
Die Themengärten sprechen den fünffachen Familienvater ungeheuer an. „Ich habe viel davon gelernt“, sagt er. Skulpturen allein würden nicht so wirken, aber inmitten eines Gartens sei sie grandios. „Ich habe die Idee, in Zukunft die Kunstwerke in einem Garten zu präsentieren. Sowohl Natur- als auch Kunstliebhaber wären davon gleichermaßen begeistert. Das ist Labsal für die Seele“, ist Kleine-Tebbe überzeugt.
Bei seiner Arbeit mit Hammer und Meißel ist er ganz bei sich. „Das Motiv entwickelt sich bei der Arbeit. Der eigene Zeittakt ist losgelöst von Sekunden. Der Hammerschlag bestimmt Schwung und Geschwindigkeit. Das hat etwas Beruhigendes.“
Wer das selbst beobachten möchte, hat heute bis 16 Uhr dazu Gelegenheit.
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