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Kommissar Anton: Die Polizei im Karneval

Kommissar Anton ist seit 1989 beim Schoduvel dabei. (Foto: Polizei Braunschweig)

Beim Schoduvel geht es hoch her: Umzug, Straßensperren, Menschenmassen. Um nicht den Überblick zu verlieren, ist die Polizei selbstverständlich vor Ort - und auch im Netz aktiv.

Braunschweig, 25. Februar 2016. Kriminalhauptkommissar Stefan Weinmeister und ein Kollege werden dafür sorgen, dass die offiziellen Social-Media-Kanäle der Polizei - also Facebook und Twitter - mit aktuellen Infos bespielt werden. -Auf diese Weise halten wir die Karneval-Fans auf dem Laufenden-, erklärt Weinmeister.

Berichtet wird über Straßensperren, aktuelle Verkehrsinformationen, eventuelle Rettungseinsätze und besonders überfüllte Stellen in der Stadt. "Aber auch Kuriositäten werden wir im Auge behalten", sagt Weinmeister.

Falschmeldungen keinen Raum geben

Ziel dieser Arbeit: "Wir möchten den Bürgern sachlich richtige Informationen bieten - um Panik zu verhindern. Sagen wir mal, die Feuerwehr rückt zu einem Einsatz aus - weil beispielsweise ein Rauchmelder ausgelöst wurde. Dann wollen wir das auch kommunizieren. So ersticken wir Falschmeldungen und Gerüchte, die zu Panik führen könnten, im Keim", erklärt der Kriminalhauptkommissar.

Polizeisprecher Stefan Weinmeister
Polizeisprecher Stefan WeinmeisterFoto: Polizei Braunschweig
Das hat bereits beim Derby funktioniert. "Wir haben den ganzen Tag lang getwittert, welche Straßen sind gesperrt, wo fahren Busse und auch welche Stadion-Eingänge sind überfüllt", beschreibt der Social-Media-Experte den Einsatz. Ab acht Uhr twittert Stefan Weinmeister am Sonntag, 26. Februar. Sein Dienst endet, wenn die Karnevalisten in die Stadthalle einziehen.

Wie wichtig der Einsatz solcher Tools ist, hat die Polizei München während des Amoklaufes am 22. Juni 2016 gezeigt. Dort gaben die Beamten wichtige Informationen zur Sicherheitslage durch. "Wir beziehen uns aber ausschließlich auf bereits ermittelte Fakten und werden keinerlei Vermutungen äußern", sagt Weinmeister. Ähnlich, wie es auch die Polizei Berlin während des Anschlages auf den Weihnachtsmarkt gemacht hat. "Dort hieß es lange Zeit lediglich, dass ein Lkw in den Markt gefahren ist, von einem Terrorakt war erst später die Rede."

Karnevalskommissar Anton hilft

Während des Schoduvels in Braunschweig geht es aber hauptsächlich erst einmal um Informationen zum Umzug. "Wir geben jetzt schon bei Facebook Tipps, wie man sich richtig verhält, um sich vor Taschendieben zu schützen. Als große Unterstützung haben wir Karnevalskommissar Anton", sagt Stefan Weinmeister. Der Teddybär ist seit 1989 im Einsatz - und führt den Umzug an. Auf dem voran fahrenden Polizeiwagen. Daher darf Anton auch im Netz nicht fehlen. Weinmeister selbst ist angehauchter Karnevalist. "Ich bin gebürtiger Braunschweiger. Da kommt man nicht drum herum."

"Und wir geben natürlich auch schnelle Auskunft, wenn Bürger bei uns eine Nachfrage zum Schoduvel haben", sagt Weinmeister. Allerdings: Im Notfall immer die 110 anrufen. "Das ist und bleibt die offizielle Notrufnummer."

Die Social-Media-Kanäle werden aber auch im Alltag regelmäßig befüllt. "Dann twittern wir natürlich nicht rund um die Uhr."
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