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Kolumne: Das Ende vom Weihnachtsmann

Annette Heinze-Guse (2.v.l.). Archiv: Pause

Viel länger als erwartet währte der Glaube an den Weihnachtsmann, diese geheimnisumwitterte Figur.

Von Annette Heinze-Guse, 23.12.2016.

Wir hielten den Mythos engagiert aufrecht. Jahrelang. Beim Spaziergang am Nachmittag des Heiligen Abends zeigten wir aufgeregt in den Wald: „Knistert da was? Kommt er da hinten, der Weihnachtsmann?“

Mir war immer beklommen bei dem Gedanken, dem Kind so ein Märchen aufzutischen. Felix würde älter werden. Würde er uns das verzeihen?
Doch das Problem löste sich von allein. Felix (8) wurde aufmerksam und schlauer. Und bei der Bescherung passierten Pannen. Mal huschte der Vater, durch eine Glastür sichtbar, mit einem Geschenk in die gute Stube. Mal blieben wir schlüssige Antworten schuldig.

Denn die Fragen rund um den Mythos Weihnachtsmann wurden anspruchsvoll. „Wie bezahlt er das alles?“, fragte das Kind jetzt. Ich flachste, wissend, dass es mit dem Weihnachtsmann zu Ende ging: „Frau Merkel gibt Geld dazu.“ Die Antwort fand Felix interessant. Die Kanzlerin kennt er aus den Kindernachrichten.
„Na guut, ich habe das Geheimnis gelüftet“, räumte Felix (8) kurz vor Weihnachten ein, „aber der Gedanke an den Weihnachtsmann gefällt mir weiter.“ Es gab keine Tränen. Zauber und Vorfreude hielten an. Zum Glück auch ohne das Märchen vom Weihnachtsmann. nB-Mitarbeiterin Annette Heinze-Guse
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