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Klebeteufel schlägt in Danndorf zu

Ein beschädigter Golf in Danndorf. Der Kleber ist deutlich zu erkennen. Foto: privat

Zehn Fahrzeuge beschädigt – Serie begann in Wolfsburg – Bislang 380 000 Euro Schaden.

Von Michael Michalzik, 14.11.2017.
 

Danndorf. In Wolfsburg hat alles angefangen, jetzt ist auch der Landkreis Helmstedt nicht mehr sicher: Der Klebeteufel hat am Wochenende in Danndorf zugeschlagen. Der Unbekannte sprüht nachts Sekundenkleber auf Autos, bevorzugt auf neue VW. Bei der jüngsten Attacke wurden in Danndorf zehn und im benachbarten Neuhaus 16 Fahrzeuge durch die miese Masche schwer beschädigt.

„Bei mehr als 150 Taten hat der Täter bislang einen Schaden von über 380 000 Euro verursacht“, rechnet Polizeipressesprecher Sven-Marco Claus vor. Der Klebeteufel geht dabei ohne erkennbares System vor: Er treibt in der Wolfsburger Innenstadt ebenso sein Unwesen wie in Ortsteilen, in Seitenstraßen und in Parkhäusern. Mal kleckst er Kleber auf die Dächer der Fahrzeuge, mal sprüht er sie fast komplett zu.

Alle Taten haben eins gemeinsam: Betroffen sind vor allem die Besitzer hochwertiger Neufahrzeuge. Der verwendete Kleber ist nur mit großem Aufwand zu entfernen. Ein Danndorfer Klebe-Opfer gegenüber der Neuen Helmstedter: „Wir bleiben alle auf 500 Euro Selbstbeteiligung sitzen, das ist sehr ärgerlich.“ Den Ermittlungen der Polizei nach wurden die ersten Vorfälle im April in der Rothenfelder Straße, dem Rathenauplan und der Bebelstraße in Wolfsburg registriert. Seitdem ist der Unbekannte im ganzen Stadtgebiet unterwegs – und seit dem Wochenende auch darüber hinaus. Die Ermittlungen sind schwierig, da der Klebeteufel kaum Spuren hinterlässt: Er hat keinen direkten Kontakt mit den Fahrzeugen. Und seine Taten kann er im Schutze der Dunkelheit lautlos begehen, er bricht keine Teile ab, schlägt keine Scheiben ein. „Wenn es geregnet hat, sieht man den Schaden zunächst kaum“, so Claus. Für die Fahrzeugbesitzer aber ist das Erwachen am nächsten Morgen dann böse, die Beseitigung der Schäden kostet Tausende.

Die Ermittlungen hat das zweite Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes übernommen, das Hinweise unter der Telefonnummer 05361/4 64 60 entgegennimmt.
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