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„Jeder Einzelne kann etwas tun“

Die Jury und die Gewinner während der Verleihung des Gemeinsam-Preises der Braunschweiger Zeitung für ehrenamtliches und bürgerliches Engagement im Dom in Braunschweig. Ganz links der Erstplatzierte Timo Engel. Fotos (6): Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Gemeinsam-Preis im Dom verliehen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 10. Mai 2016.

Braunschweig. „Timo Engel zeigt uns allen, nicht nur die Starken und Mächtigen verändern die Welt – jeder Einzelne kann etwas tun“, sagte BZ-Chefredakteur Armin Maus und ehrte den 12-jährigen Timo Engel aus dem Kreis Peine als Sieger des Gemeinsam-Preises.

Alle insgesamt 28 Nominierten bei der Verleihung des Gemeinsam-Preises im voll besetzten Dom bekamen Lob und Dank von Armin Maus: „Ihr seid alle großartig, aber auch Eure Familien, Kollegen und Arbeitgeber, die Eure Arbeit unterstützen.“
Zum 13. Mal verlieh die Braunschweiger Zeitung gemeinsam mit dem Dom diesen Preis für ehrenamtliches Engagement, ganz neu dazugekommen ist der Preis für Arbeitgeber: BS-Energy erhielt die Auszeichnung „Rückenwind“ für die Unterstützung des Ehrenamtes der Mitarbeiter.
Timo Engel, der Erstplatzierte, pflanzt Bäume. Der Junge will das Klima verbessern; er ist Botschafter der Aktion „Plant for the Planet“ (Pflanzen für den Planeten). Die Leser der Braunschweiger Zeitung wählten den jungen Aktivisten zum Sieger. „Ich mache weiter, bis Broistedt zugepflanzt ist“, kündigte Engel an, der bereits seit drei Jahren Spenden für seinen „Klima-Auftrag“ sammelt.
Mit dem zweiten Preis wurde der Sudanese Samuel Seferino ausgezeichnet. Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer empfahl Seferinos Haltung und Herzlichkeit als Antwort für alle auf die Frage, wie Integration gelingen könne. In seinem neuen Heimatdorf Sickte trägt der Mann, der selbst als Flüchtling kam, den Spitznamen „Goldstück“, weil er – vor allem als Dolmetscher – so selbstlos anderen Flüchtlingen hilft, anzukommen.
Marlis und Nobert Wiedemann wurden für ihr Engagement für die Angehörigen psychisch kranker Menschen gewürdigt. Monika Döhrmann, Geschäftsführerin des Mütterzentrums, zeigte auf, wie schwierig das Leben mit psychisch kranken Familienangehörigen sein kann. „Achte auf Dich selbst, so hast Du Kraft für die anderen“, sei das Motto, das das Ehepaar Wiedemann mit der 1991 gegründeten Selbsthilfegruppe lebe.
Jenny Reissig, ehrenamtliche Bürgermeisterin von Ehra-Lessien bekam den Sonderpreis der Jury. VW-Finanzvorstand Frank Witter zeichnete nach, wie der kleine Ort mit rund 1600 Einwohnern im vergangenen Jahr von zeitweise mehr als 1000 Flüchtlingen geradezu „überrollt“ wurde. Jenny Reissig habe nach dem Motto „Ein Dorf, ein Team“ gehandelt, die Bürger mit ihren Sorgen und Ängsten ernstgenommen, energisch mit Behörden verhandelt und so die neue Aufgabe vorbildlich gelöst.
Den Jugendpreis, den der Dom vergibt, bekamen Sebastian Wolfram, Rene Eckert (beide 13 Jahre alt), Jürgen Martan (18) und Julius Goebel (19). Sie leben in einer Wohngruppe in Neuerkerode und unterstützen Waisenkinder in Tansania. Sie verkauften auf dem Weihnachtsbasar der Stiftung Bratwürste für den guten Zweck. Der Vorjahressieger Yannick Nothmann betonte in seiner Laudatio, dass die Jungs zeigten, „dass jeder die Möglichkeit hat, die Welt zu verbessern.“
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