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Insgesamt weniger Unfälle auf den Autobahnen

Die Polizeidirektion Braunschweig hat aktuelle Zahlen veröffentlicht.

Braunschweig, 23.05.2017.

Mit 2203 Unfällen im Jahr 2016 ist die Zahl im Vergleich zum Jahr 2015 leicht
fallend (2015 – 2342 Unfälle minus 5,94 %). Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden reduzierte sich minimal auf 273 (2015: 284 minus 3,87 %).
Dabei kamen 442 Personen (Vorjahr 453) zu Schaden wovon wie im Vorjahr 10
Personen tödlich (davon 2 Fußgänger) verletzt wurden. Das sind einige Kennzahlen aus dem Bericht der Polizei.

Während die Anzahl der Schwerverletzten mit 88 Personen (Vorjahr 106 minus
16,98%) deutlich zurückging, ist sie bei den Leichtverletzten mit 344 Personen
(Vorjahr 335 plus 2,69%) leicht gestiegen.
Verkehrsunfälle mit anschließender Flucht des Verursachers verringerten sich von
278 Fällen in 2016 auf 242 Fälle (minus 12,95%). Davon wurden 101 Fälle aufgeklärt
(41,74%).
37 Personen verursachten Verkehrsunfälle aufgrund von Drogen oder Alkohol.
Hauptunfallursachen im Schnellverkehr der Autobahnen sind nach wie vor die nicht angepasste Geschwindigkeit, ein zu geringer Sicherheitsabstand und Fehler
beim Fahrstreifenwechsel.

Die Autobahnen im Einzelnen

Bei der Einzelbetrachtung der Autobahnen ist insbesondere die Normalisierung des Unfallgeschehens nach Beendigung der Baumaßnahmen auf der Stadtautobahn BAB 391 auffällig. Während die stark frequentierten Autobahnen A 2 und A 39 leichte Rückgänge zu verzeichnen hatten, stiegen die Unfallzahlen auf der Harzautobahn A 395 und der Stadtautobahn A 392 geringfügig an.

BAB 2 (zwischen AS Hämelerwald und Helmstedt = 68,9 km)

Nach einer Steigerung im Jahr 2015 stellen 1099 Verkehrsunfälle eine Reduzierung
von ca. 5,5 % zum letzten Jahr (1164 VU) dar. Das sind ca. 50 % des Gesamtunfallgeschehens des PK BAB Braunschweig.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist von 130 im Vorjahr auf 134
nochmals minimal angestiegen. Jedoch haben sich die Anteile von schweren
Unfallfolgen etwas positiver entwickelt.
VU schwer verletzt/tödlicher Ausgang: 35 (Vorjahr 50)
VU leicht verletzt: 99 (Vorjahr 80).
Insgesamt wurden im Jahr 2016 8 Personen getötet (Vorjahr 6), 45 schwer (Vorjahr
59) und 166 leicht (Vorjahr 154) verletzt.
Der Anteil beteiligter LKW auf der BAB 2 hat sich im Vergleich zu 2015 um 8.80%
auf 538 Verkehrsunfälle reduziert, stellt aber sowohl insgesamt als auch bei den
Personenschäden auf der A2 weiter einen Anteil von ca. 50 % am Gesamtunfallgeschehen dar.
„Ungenügender“ Sicherheitsabstand (26,30 %), Fehler beim Fahrstreifenwechsel
(ca. 18,00 %) und nicht angepasste Geschwindigkeit (ca. 9 %) sind wie
im Vorjahr die Hauptunfallursachen.
Bei der Gesamtschau auf das Jahr ist festzustellen, dass es insbesondere im 1.
Halbjahr zu einer Serie von LKW-Unfällen mit schweren Folgen gekommen war,
woraufhin die Kontrolltätigkeiten zu den genannten Ursachen deutlich erhöht wurden und Fehlverhalten unmittelbar vor Ort nach Feststellung geahndet wurden.
Insgesamt wurden in 2016 1625 LKW kontrolliert, von denen wiederum 856 Anlass
zur Beanstandung gaben.

BAB 39 (zwischen AS Baddeckenstedt und AS Weyhausen = 65,4 km)

Als Verkehrsachse zwischen BAB 7 und 2 ist dieser Abschnitt stark frequentiert und weist als besondere Charakteristik die Aufnahme des Schichtarbeiterverkehrs der Volkswagenstandorte Wolfsburg und Salzgitter auf.
Die BAB 39 stellt mit 614 Unfällen (Vj. 629 = minus 2,4 %) den zweiten Schwerpunkt
des PK BAB dar (28% des Gesamtgeschehens).
Bei 78 Unfällen mit Personenschaden (2015: 90 = minus 13 %) wurde 1 Person
(Vj.: 2) getötet.
Erfreulich ist der deutliche Rückgang bei den schweren Unfallfolgen. Es wurden
18 Personen ( Vj. 31) schwer und 116 Personen (Vj. 112) leicht verletzt.
Als Hauptunfallursachen hat sich auch in diesem Bereich „ungenügender“
Sicherheitsabstand (22 %) herauskristallisiert. Danach folgt mit 17 % nicht
angepasste Geschwindigkeit. Fehlerhafte Fahrstreifenwechsel schlagen mit
14,5 % zu Buche.

BAB 391 (zwischen AD Braunschweig-Südwest und AS Brg.-Wenden = 13,3 km)

In diesem Abschnitt hat es trotz einer Großbaustelle eine deutliche Reduzierung der Verkehrsunfälle auf 237 (Vorjahr 291 = minus 18,5 %) gegeben.
Auch im Bereich der Personenschäden ist die Rate von von 29 auf 20 gesunken.
Im Gegensatz zum Vorjahr gab es keine Unfälle mit tödlichem Ausgang.
9 Personen (Vj. 6) wurden schwer und 22 Personen (Vj. 30) leicht verletzt.
Da gegenwärtig keine weiteren Baumaßnahmen geplant sind, ist zu erwarten, dass
sich das Unfallgeschehen weiter rückläufig entwickeln wird.

BAB 392 (= 3,8 km)

Mit 69 (2015: 66) Verkehrsunfällen auf der A 392 ist in diesem kurzen Streckenabschnitt nur ein unwesentlicher Anstieg zu verzeichnen.
Es gab 9 (Vj.: 7) Unfälle mit Personenschaden, bei denen keine Person getötet, eine schwer und 9 Personen leicht verletzt wurden.
Das Unfallgeschehen auf diesen knapp vier Kilometern Autobahn wird als entspannt bewertet.

BAB 395 (zwischen AK Braunschweig-Süd – AD Vienenburg = 35,8 km)

Dieser Bereich hat gegenüber 2015 mit einer Zahl von 226 Unfällen (2015: 218 )
einen geringfügigen Anstieg zu verzeichnen. Auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden von insgesamt 36 (Vj.: 32) ist leicht angestiegen. Eine Person wurde getötet, 15 (Vj. 9) schwer und 38 (37) leicht verletzt.
Insgesamt bewegt sich das Unfallgeschehen aber auf einem anhaltend niedrigen
Niveau.

Phänomen Wildunfälle

Wildunfälle spielen weiterhin sowohl auf der BAB 2 als auch auf den Stadtautobahnen nur eine untergeordnete Rolle (weiter unter 5%).
Auf den BAB 39 und 395 lag in 2015 der Anteil der Wildunfälle auf den dortigen
Abschnitten bei ca. 15%.
Für 2016 ist festzustellen, dass auf der BAB 39 der Anteil an Wildunfällen leicht auf
ca. 13% ( 81) gefallen ist. Dagegen stieg der Anteil auf der BAB 395 auf ca. 22% (53).

Fazit

Die Senkung der Unfallzahlen und der schweren Unfallfolgen, insbesondere auf
der BAB 2, bleibt weiterhin die Hauptaufgabe der Autobahnpolizei Braunschweig.
Durch kontinuierliche und öffentlichkeitswirksame „Anhaltekontrollen“ sollen auch zukünftig vor allem Geschwindigkeits- und Abstandsverstöße wirkungsvoll
geahndet werden.
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