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Informationen aus den Städten und Gemeinden der Region - Landkreis für Fusion

 
Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Dr. Andrea Kanke.
 
Das Fahrrad als Sportgerät. Ausstellung zur Geschichte der Pantherwerke im Altstadtrathaus.
 
Szenenbild aus „Großer Wolf und kleiner Wolf“.

Braunschweig, 10.10.2014.

Hanke neue Dezernentin

Dr. Andrea Hanke soll neue Braunschweiger Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend werden. Das schlägt Oberbürgermeister Ulrich Markurth dem Rat der Stadt zur Entscheidung in der Sitzung am 21. Oktober vor. Dr. Hanke ist derzeit Beigeordnete bei der Stadt Münster für die Bereiche Bildung, Familie, Jugend, Kultur und Sport. Die Dezernentenstelle ist seit dem Amtsantritt des zuvor für diesen Bereich zuständigen Dezernenten Ulrich Markurth als Oberbürgermeister vakant; Dr. Hanke würde für einen Zeitraum von acht Jahren gewählt. Insgesamt waren 34 Bewerbungen eingegangen.
„Ich freue mich sehr, dem Rat eine so qualifizierte Bewerberin für dieses große und wichtige Dezernat vorschlagen zu können“, sagte Oberbürgermeister Markurth. „Unter allen Bewerbungen erfüllt Frau Dr. Hanke die Voraussetzungen für diese Position am besten. Sie hat langjährige Erfahrung in der kommunalen Selbstverwaltung. In den vergangenen zehn Jahren war sie in vergleichbarer Position als Beigeordnete in Münster sehr erfolgreich tätig. Frau Dr. Hanke wurden dabei Sachkenntnis, Führungskompetenz und Entschlusskraft ebenso bescheinigt wie Verständnis und Sensibilität für die Arbeit im Spannungsfeld von Politik und Verwaltung.“
Dr. Hanke war erstmals 2005 in Münster zur Beigeordneten für die Bereiche Schule, Kultur und Sport gewählt worden. Nach einer Umstrukturierung der Dezernate wurde ihr auch die Zuständigkeit für Kinder, Jugend und Familie übertragen. 2013 wurde sie als Parteilose vom Rat der Stadt Münster ohne Gegenstimme für weitere acht Jahre in ihrem Amt bestätigt. Zuvor war Dr. Hanke ab 1998 sieben Jahre lang Stadträtin bei der Stadt Stade für die Bereiche Schule, Kultur, Jugend, Soziales und Sport. Der OB: „Ihre langjährige Arbeit in verantwortungsvoller Position sowie ihre umfassenden Kenntnisse und Erfahrungen in den Schwerpunktgebieten des Braunschweiger Dezernats qualifizieren Frau Dr. Hanke in hohem Maße für dieses Amt.“
„Ich würde mich über die Chance sehr freuen, in Braunschweig diese verantwortungsvolle Aufgabe wahrnehmen zu können“, sagte Dr. Andrea Hanke. „Durch meine bisherige Arbeit habe ich einen guten Überblick über die Bedingungen und Probleme, in denen sich die kommunale Sozial- und Schulverwaltung heute behaupten muss – zwischen steigenden Erwartungen und wachsenden Aufgaben einerseits und der Verpflichtung zu solider Haushaltsführung andererseits. In diesem Bereich in Braunschweig, Niedersachsens größter kreisfreier Stadt, Verantwortung zu übernehmen, ist eine neue, besondere Herausforderung, der ich mich gern stellen möchte.“
Die gebürtige Hannoveranerin Dr. Andrea Hanke (54) studierte Geschichte und Politische Wissenschaften an der Universität Hannover. Nach dem Magisterabschluss war sie von 1988 bis 1990 Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Landkreis Helmstedt, anschließend Mitarbeiterin der Genossenschafts-Rechenzentrale Norddeutschland. Nach einer Zeit als Kulturbeauftragte bei der Stadt Lehrte wechselte sie 1995 als Marketingreferentin nach Hildesheim und wurde dort 1997 Leiterin des Fachbereichs Kultur, Marketing, und Öffentlichkeitsarbeit, bevor sie 1998 nach Stade wechselte. Im selben Jahr schloss sie ihre Promotion ab und absolvierte in den Folgejahren neben ihrer beruflichen Tätigkeit ein Fernstudium im Masterstudiengang Öffentliches Dienstleistungsmanagement.

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Geschichte der Pantherwerke

Einen Überblick über die Geschichte der Pantherwerke AG in Braunschweig und detailreiche Einblicke in die Entwicklung der Zweiradtechnik bietet die Ausstellung „Panther und Löwe – Braunschweig die Fahrradstadt“. Sie wird am Sonntag, 12. Oktober, im Altstadtrathaus am Altstadtmarkt eröffnet.
Als sich die Braunschweiger Fahrradwerke AG 1896/97 gründete, herrschte bereits Hochkonjunktur im Fahrradhandel. Die schnell wachsende Konkurrenz auf dem Fahrradmarkt bewirkte die Fusion kleinerer Firmen: die Braunschweiger Fahrradwerke und das Magdeburger Pantherwerk, fusionierten 1907 zur Pantherwerke AG Braunschweig.
Aus der mehr als 60-jährigen Produktionszeit der Pantherwerke zeigt die Ausstellung die wesentlichen Fahrradmodelle, so zum Beispiel das solide Tourenrad für Herren, das klassische Damenrad mit Rockschutz, das avantgardistische Stromlinienrad, das Rad mit Ballonreifen, das modische Klapprad mit Tragetasche, aber auch das Motor-Fahrrad „Baby“ aus den 1950er-Jahren. Die Zweiräder stammen aus Privatsammlungen, befinden sich weitestgehend im Originalzustand und zeichnen so die technische Entwicklung des Fahrrades, den Wandel von Material und Ausstattungen nach.
Das Fahrrad machte als Sportgerät Karriere. Es wurden Straßen- und Bahnrennen gefahren. Bei den Arbeitersportvereinen war das Kunstradfahren besonders beliebt. Fotografien, Pokale und Ehrenurkunden geben ein Bild dieser großartigen Sportkultur. Zwei bekannte Braunschweiger Radsportvereine, der RV Panther von 1911 und der RSV 23, haben ihre Ursprünge in jener Zeit.
In der Zeit des Wirtschaftswunders hatte Fahrrad-fahren ein „Arme Leute“-Image. Das änderte sich in den 1970er Jahren mit der Ölkrise und zunehmendem Umweltbewusstsein.
In den 1980er Jahren noch Kennzeichen alternativer Lebensformen, gehört Fahrradfahren heute zum Lebensstil. Braunschweig hat ein ausgedehntes Radwegenetz, hinzu kommen Fahrradstraßen, die zusammen mit dem ausgeschilderten Netz von Fahrradrouten dazu beitragen, den Umstieg aufs Rad in Alltag und Freizeit zu fördern.
Die Ausstellung im Städtischen Museum im Altstadtrathaus ist zu sehen bis zum 18. Januar 2015 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Umgestaltung der Lindentwete

Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr lädt für Mittwoch, 22. Oktober, ab 16.30 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung über die Umgestaltung der Lindentwete in den Rathaus-Neubau, 4. Etage, Zimmer N 4.22, ein. Eingang ist vom Platz der Deutschen Einheit 1. Die Vertreterinnen und Vertreter des Fachbereichs stellen einen Entwurf des Straßenausbauplans vor und stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Die Erneuerung und Umgestaltung der Lindentwete ist für 2015 geplant. Im Anschluss an die Vorstellung der Straßenbaumaßnahme werden die finanziellen Auswirkungen nach der Straßenausbaubeitragssatzung erläutert.

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Großer Wolf und kleiner Wolf

Das neue Stück des Braunschweiger Theaters „Feuer und Flamme“ mit dem Titel „Großer Wolf und kleiner Wolf“ ist für Kinder ab vier Jahren am Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr, und am Montag, 20. Oktober, um 9 Uhr, im Roten Saal im Schloss, Schlossplatz 1, zu sehen. Der Eintritt beträgt fünf Euro pro Person, für Gruppen ab fünf Personen ermäßigt er sich auf vier Euro. Weitere Informationen und Reservierungen beim Theater Feuer und Flamme unter der Telefonnummer 5807645 oder beim Fachbereich Kultur der Stadt Braunschweig unter Telefonnummer 470-4863.
Das Stück erzählt von der misstrauischen Begegnung des großen Wolfes mit dem kleinen Wolf. Zunächst fürchtet der große Wolf die Konkurrenz des kleinen Wolfes. Er fragt sich, ob er vielleicht besser klettern könne oder sogar größer als er selbst sei. Diese Vorstellung gefällt im gar nicht, als aber der kleine Wolf unerwartet verschwindet, beginnt ein sehnsüchtiges Warten auf dessen Rückkehr. Das Theater Feuer und Flamme begeht in diesem Jahr sein 25-jähriges Bühnenjubiläum.

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Gifhorn, 10.10.2014.

keine aktuellen Meldungen

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Goslar, 10.10.2014.

keine aktuellen Meldungen

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Helmstedt, 10.10.2014.

Landkreis für Fusion

Der Landkreis Helmstedt als Kommunalaufsichtsbehörde folgt dem Antrag auf Fusion zwischen der Stadt Helmstedt und der Samtgemeinde Nord-Elm. Im Abwägungsprozess zur Frage des öffentlichen Wohls überwiegen demnach die Argumente pro Fusion. Die Entscheidung über den Fusionsantrag treffen nun das niedersächsische Innenministerium bzw. der Landtag.
Die Räte der Stadt Helmstedt und der Gemeinden Frellstedt, Süpplingenburg, Warberg und Wolsdorf hatten in den vergangenen Wochen einer Fusion zwischen der Stadt und den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Nord-Elm zugestimmt und dem Landkreis Helmstedt als Kommunalaufsichtsbehörde einen Antrag auf Einleitung eines Gesetzgebungsverfahrens zur Fusion vorgelegt. Die Gemeinden Süpplingen und Räbke sowie die Samtgemeinde Nord-Elm hatten eine solche Fusion abgelehnt.

Die Frage, ob eine Änderung von kommunalen Gebietszuschnitten zulässig oder sogar erforderlich ist, ist verfassungsrechtlich einzig und allein abhängig vom „öffentlichen Wohl“, wie es im Gesetz heißt. Im Gebietsänderungsverfahren ist der Landkreis als Aufsichtsbehörde gefordert, eine Abwägung durchzuführen, welche Argumente bei einer Fusion für oder gegen das öffentliche Wohl sprechen würden.

Aus diesem Grund hat der Landkreis die beteiligten Kommunen um Stellungnahme gebeten. Diese zum Teil recht umfangreichen Stellungnahmen wurden nun ausgewertet. Dabei geht es allein um Zahlen, Daten, Fakten und objektive Prognosen. Es handelt sich um ein reines Verwaltungsverfahren, außerhalb des politischen Einflusses von Kreisausschuss und Kreistag. Dem Kreisausschuss wurde die kommunalaufsichtliche Stellungnahme am Mittwoch jedoch zur Kenntnis gegeben.

Der Landkreis Helmstedt ist in besonderem Maße von der demografischen Entwicklung betroffen. Nach der NBank-Bevölkerungsprognose 2030 des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) verlieren die Stadt Helmstedt und die Samtgemeinde Nord-Elm ausgehend vom Jahr 2009 bis zum Jahr 2030 rund 28 % ihrer Bevölkerung. Die beiden Kommunen werden dadurch im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs weniger Einnahmen erzielen können, was deren derzeitige angespannte Finanzlage noch verschlechtern wird. Im Falle einer Fusion würde den Gemeinden eine Entschuldungshilfe von rd. 12 Mio. Euro zufließen und den Schuldenberg damit wesentlich abbauen können. Eine Fusion würde die dann vergrößerte Stadt Helmstedt in die Lage versetzen, ab 2019 wieder „schwarze Zahlen“ zu schreiben und verbliebene Schulden weiter abzubauen. Somit könnten aber auch dringend notwendige Investitionen getätigt werden, um nach Ende des Braunkohlebergbaus einen Strukturwandel hin zum Kulturtourismus, zu Natur, Sport und Erholung zu ermöglichen und damit die Wohn- und Standortqualität im Gebiet der Stadt Helmstedt und der Samtgemeinde Nord-Elm zu sichern und zu verbessern.

Die kommunalaufsichtliche Stellungnahme setzt sich dezidiert mit den Argumenten der Fusionsgegner auseinander, ohne dass diese jedoch durchgreifen würden. Im Wesentlichen berufen sich diese auf die kommunale Selbstverwaltung. Die gleiche Argumentation führen jedoch auch die fusionsbefürwortenden Gemeinden für sich ins Feld.

Das Innenministerium hatte im Vorfeld stets propagiert, Gebietsänderungen nur auf freiwilliger Basis der Kommunen vornehmen zu wollen. Dem entsprechend wurden die Fusionsverhandlungen zwischen den Samtgemeinden Velpke und Grasleben für beendet erklärt. Dort hatten sich alle Gemeinden der Samtgemeinde Velpke gegen und alle Gemeinden der Samtgemeinde Grasleben für eine Fusion ausgesprochen. Wie das Land nun mit den kontroversen Voten innerhalb der Samtgemeinde Nord-Elm
- und ganz ähnlich auch in der Samtgemeinde Heesberg – umgehen will, müssen nun das Innenministerium bzw. der Landtag entscheiden. Dabei hat das Land grundsätzlich den gleichen Abwägungsprozess zur Frage des öffentlichen Wohls durchzuführen, wie der Landkreis.

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Abteilungen geschlossen

Der Landkreis Helmstedt weist darauf hin, dass am Freitag, den 17.10.2014, ab 9:00 Uhr der Geschäftsbereich Jugend eine Kooperationsveranstaltung mit einem Jugendhilfeträger durchführt. Aus diesem Grunde sind die Abteilungen Soziale Dienste und Amtsvormundschaft für den Publikumsverkehr an diesem Tag geschlossen. 

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Osterode, 10.10.2014.

keine aktuellen Meldungen

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Peine, 10.10.2014.

keine aktuellen Meldungen

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Salzgitter, 10.10.2014.

Bis 2020 Referenzregion

Die Region um Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg verfolgt das Ziel bis zum Jahr 2020 bundesweite Referenzregion für Arbeit und Lebensqualität zu sein.

"Als eine der wissenschaftlich und wirtschaftlich dynamischsten Regionen in Europa bringen wir dafür beste Voraussetzungen mit", betonte Julius von Ingelheim, Geschäftsführer der Allianz für die Region GmbH, anlässlich eines Parlamentarischen Abends im Berliner Tipi am Kanzleramt.
200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter die Redner Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und der Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrates der Volkswagen Aktiengesellschaft, Bernd Osterloh, erhielten einen Überblick zur Leistungsstärke der Region und den gesteckten Zielen.
Die Zahl der bei Standortentscheidungen einbezogenen Faktoren steigt: Bildungsangebote, Gesundheitsversorgung, grüne Energie, der Freizeitwert aber auch das Ansehen sind die entscheidenden Kriterien für den Zuzug von Fachkräften, die Ansiedlung von Unternehmen und die Zufriedenheit der Bewohner.
"Das sind Themen, die nicht an Gemeindegrenzen halt machen, sondern auf regionaler Ebene in Angriff genommen werden müssen", erläutert Julius von Ingelheim.
Die Allianz für die Region GmbH bietet dafür eine bundesweit einmalige, erfolgreiche Plattform. In der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft arbeiten die drei Großstädte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie die umliegenden Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel Hand in Hand mit der Wirtschaft und Verbänden, eng begleitet von der Wissenschaft, an gemeinsam definierten thematischen Schwerpunkten.
Stimmen zur Region
Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie: "Als gebürtiger Goslarer ist die Region für mich eine Herzensangelegenheit. Nach wie vor bin ich eng mit meiner Heimat verbunden und sehe, wie zielgerichtet dort die gesellschaftlichen Akteure zusammenarbeiten. Ich begrüße die aktive und strategische Vorgehensweise mit der die Region an ihrer Wettbewerbsfähigkeit arbeitet. Hierzu gehört auch die intensive Auseinandersetzung mit strukturpolitischen Themen innerhalb der Region und von Seiten des Landes Niedersachsen."
Frank Klingebiel, Oberbürgermeister Stadt Salzgitter: "Salzgitter ist drittgrößter Industriestandort in Niedersachsen. Die Wirtschaftskraft unserer Stadt wird nachhaltig durch die "Großen Fünf" - Salzgitter AG, VW, Bosch, MAN und ALSTOM - geprägt. Wir haben die Bedeutung der weichen Standortfaktoren - wie Kinder- und Familienfreundlichkeit und Fachkräftesicherung - für eine positive Stadt- und Wirtschaftsentwicklung früh erkannt und fest in unser Leitbild integriert. Mit unserer Bildungsoffensive, die schon seit 2008 auch die volle Beitragsfreiheit für Kindergartenplätze beinhaltet, leisten wir für Salzgitter und die gesamte Region einen wichtigen Beitrag in Sachen Wohn- und Lebensqualität."
Ulrich Markurth, Oberbürgermeister Stadt Braunschweig: "Unsere Region ist die forschungsintensivste Region Europas, die gleichzeitig mit einer einzigartigen Mischung aus Wirtschaftskraft und Freizeitangeboten punktet. Hier stimmt das Gesamtpaket, Braunschweig liegt mittendrin und ist ein wesentlicher Teil. Deutschlandweit gibt es kaum vergleichbar gut aufgestellte Wirtschafts- und Lebensräume. Um diese Vorzüge über die Gebietsgrenzen hinaus noch bekannter zu machen, ziehen wir alle gemeinsam an einem Strang."
Klaus Mohrs, Oberbürgermeister Stadt Wolfsburg: "Wirtschaftlich gesehen ist Wolfsburg bereits Spitze. Davon profitieren auch die umliegenden Kommunen, aus denen täglich Tausende Menschen in unsere Stadt pendeln, um dort zu arbeiten. Diese Stärke wollen wir weiter ausbauen, indem wir mit allen Beteiligten Lösungen für die spezifischen regionalen und gesellschaftlichen Herausforderungen, wie etwa die steigenden Verkehrsströme und den Bedarf an Fachkräften, erarbeiten. So bleiben Wolfsburg und die Region zukunftsfest."

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Wolfenbüttel, 10.10.2014.

Mobilmachung 2014

Im Rahmen der Ausstellung „ … das bedeutet Blut – Wolfenbüttel und der Erste Weltkrieg“ im Museum Schloss Wolfenbüttel liest der Braunschweiger Historiker, Prof. Dr. Matthias Steinbach, am Mittwoch, dem 15. Oktober 2014, aus seiner neuen Veröffentlichung „Mobilmachung 1914“.
"Es geht in den Krieg wie die Ente ins Wasser..." So beschrieb eine deutsche Diplomatengattin in London, was sie im August 1914 sah und hörte: wie nicht nur in Deutschland die Begeisterung über einen Anlass zum Krieg und die Überzeugung, ein solcher Krieg sei von nationalem Vorteil und gewinnbar, Überhand nahm – eine Kriegslüsternheit, die uns heute schier unbegreiflich ist.

Die neue Veröffentlichung von Matthias Steinbach unternimmt es, den oft beschworenen „Geist von 1914“ in seinen höchst unterschiedlichen Ausprägungsformen zu rekonstruieren. Aus autobiographischen Texten und literarischen Selbstzeugnissen wird aber auch die seelische Atmosphäre zu Beginn und die brutale Ernüchterung, die folgte, charakterisiert.

Was Erich Maria Remarque in seinem Roman „Im Westen nichts Neues“ mit dem Satz „Ich glaube wir sind verloren“ ausdrückte, beschreibt nicht nur für die Desillusionierung eines verzweifelten Soldaten des Ersten Weltkrieges, sondern wurde zum Lebensgefühl einer ganzen Generation.

Die Lesung findet am Mittwoch, dem 15. Oktober, um 18 Uhr, im Museum Schloss Wolfenbüttel, statt. Ab 17.30 Uhr besteht die zusätzliche Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Der Eintritt ist frei.

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Wolfsburg, 10.10.2014.

Erster Ehrenbürger

Unter allen Ehrungen, die eine Stadt oder Gemeinde zu vergeben hat, ist die Auszeichnung mit der Ehrenbürgerschaft die höchste Ehrung an eine Persönlichkeit, die sich um das Wohl des Ortes verdient gemacht hat. Abgeleitet wurde die Ehrenbürgerschaft von dem „bourgois honoraire“  während der Zeit der Französischen Revolution. In Deutschland sind Ende des 18. Jahrhunderts erstmals in Städten wie Hannover und Saarbrücken die Titel „Ehrenbürger“  verliehen worden.
Die im Jahre 1938 gegründete Stadt Wolfsburg hatte bis in die 1950er Jahre hinein noch keine Persönlichkeit mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. Fraktionsübergreifend waren sich die im Rat der Stadt vertretenen Parteien einig, aus Anlass des ein millionsten-Volkswagens im Jahre 1955 Volkswagen-Generaldirektor Heinrich Nordhoff mit der ersten Ehrenbürgerschaft auszuzeichnen. Medial war damit auch eine große Öffentlichkeit in Stadt und Region, aber auch darüber hinaus garantiert.  Mit einem interfraktionellen Antrag ihrer Fraktionssprecher am 29.06.1955 stellten sich CDU, SPD und BHE hinter dieses Ansinnen. Es hieß darin unter anderem: „Auf eine nähere Begründung dieses Antrages wird bei den allgemein bekannten großen Verdiensten des Herrn Prof. Dr. Nordhoff um die Stadt Wolfsburg verzichtet.“ In seiner Festsitzung am 05.08.1955 beschloss der Rat einstimmig Heinrich Nordhoff als erstem Wolfsburger die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Im festlich geschmückten Ratssaal überreichte Oberbürgermeister Arthur Bransch Nordhoff den künstlerisch gestalteten Ehrenbürgerbrief. In seiner Laudatio führte Bransch unter anderem aus, dass die Zukunft des Werkes und der Stadt noch völlig im Ungewissen lagen, als Nordhoff vor nahezu acht Jahren nach Wolfsburg kam. „Mit ihnen aber begann dieser Aufstieg, der sehr bald nicht nur die Fachleute in Deutschland, sondern auch die Wirtschaftsexperten in der ganzen Welt aufhorchen ließ“. In seinen Dankesworten bekannte Heinrich Nordhoff: „Diese Auszeichnung beglückt und beschämt mich zugleich, weil ich nichts anderes getan habe, als nur meine Pflicht“. Er habe es immer als Ehre angesehen, Bürger dieser Stadt zu sein. Für das Volkswagenfest zum ein millionsten Fahrzeug am 06.08.1955 wurde ein groß angelegter Stadtputz durchgeführt. So sollten an den Hauptstraßen Baulücken und Bauzäune mit Grün verkleidet und Wege und Anlagen von Unkraut gesäubert werden. Den Feierlichkeiten im Werksstadion wohnten 100.000 Besucher, darunter die VW-Arbeiter mit ihren Familien bei. Für eine breit angelegte Berichterstattung von diesem außergewöhnlichen Ereignis sorgten mehrere hundert Journalisten. Im Bericht des „Spiegel“ wenige Tage nach diesem Fest hieß es: „Heinrich Nordhoff ist im Reiche Wolfsburg der große Vater und Mäzen. Er schenkte der Stadt das modernste Schwimmbad Deutschlands im Werte von einer Million Mark und ließ von der werkseigenen Baugenossenschaft Siedlungshäuser bauen... Er unterstützt die Kirchen, Krankenhäuser und Sportvereine, veranstaltet Gemäldeausstellungen und holt Karajan mit seinen Philharmonikern in Europas größte Werkshalle“. Im Jahre 1955 hatte das Volkswagenwerk in Wolfsburg 29.700 Beschäftigte. Deren Zahl stieg bis 1968, dem Jahr des Ablebens von Nordhoff, auf 52.100 Beschäftigte und hatte sich damit um fast 80 Prozent erhöht. Für sein Wirken als Unternehmenslenker erhielt Heinrich Nordhoff zahlreiche Auszeichnungen, so die Ehrenprofessur der TH Braunschweig und den Ehrensenator an der TU Berlin. Im Jahre 1958 ehrten ihn US-amerikanische Ingenieure mit dem angesehenen Elmar-A.-Sperry-Preis als den erfolgreichsten Autobauer der Welt. Sein Rat und Sachverstand wurde in Verbandsgremien und Aufsichtsräten geschätzt. Als zur Rathauseinweihung 1958 von der Stadt ein „Goldenes Buch“ angelegt wurde, erhielt Nordhoff die Ehre, sich als erste Persönlichkeit darin einzutragen. Nach Nordhoffs Tod am 12.04.1968 stellte die Stadt Wolfsburg auf dem Waldfriedhof eine Ehrengrabstätte zur Verfügung.

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Vollsperrung

In der Straße "Am Grünen Jäger" wird der Gehweg zwischen den Einmündungen „Im Eichholz“ und „Obere Tor“ saniert. Das erfordert in der Zeit vom 13. bis 22. Oktober in diesem Bereich eine Vollsperrung der Straße. Der Verkehr wird über die Straße „Im Eichholz“ geführt. Die hier bestehende Einbahnstraßenregelung wird während dieser Zeit aufgehoben. Ein Halteverbot wird eingerichtet, damit der Verkehrsfluss in beide Richtungen nicht durch parkende Fahrzeuge behindert wird.

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Rathaus in Pink

Von heute an bis Sonntag erstrahlt das Wolfsburger Rathaus vier Abende in der Farbe Pink – damit unterstützt die Stadt die „Pinkifizierungen“, mit denen das Kinderhilfswerk Plan International auf den Welt-Mädchentag am 11. Oktober aufmerksam macht. Die Aktion gehört zur Kampagne „Because I am a Girl“, mit der das Kinderhilfswerk ein Zeichen für die Rechte von Mädchen setzen will – mit der Farbe Pink möchte Plan International benachteiligten Mädchen Stärke, Lebensfreude und Mut zur Offensive vermitteln und die Verbundenheit mit ihnen deutlich machen.
Das Wolfsburger Rathaus ist eines von mehr als 20 bekannten Gebäuden, die in verschiedenen deutschen Städten in Pink angeleuchtet werden – unter anderem der Berliner Funkturm, das Segelschiff Rickmer Rickmers in Hamburg, die Kathedrale St. Pantaleon in Köln oder das Karlstor in München.
Oberbürgermeister Klaus Mohrs erklärt, warum die Stadt die Aktion von Plan International unterstützt: „Kinderrechte und insbesondere die Rechte von Mädchen werden weltweit vielfach verletzt. Plan setzt sich durch vielfältige Projekte im Rahmen der Kampagne „Because I am a Girl“ dafür ein, dass die Rechte von Mädchen mehr Beachtung finden. Vor allem gleiche Bildungschancen sollen Mädchen dabei stärken, selbstbestimmt ihr Leben zu meistern. Dabei möchten wir als Stadt, für die Bildung eines ihrer wichtigsten Themen ist, Plan unterstützen und am Weltmädchentag darauf aufmerksam machen, dass Mädchen weltweit mehr Gerechtigkeit benötigen.“ Das Rathaus wird von heute Abend bis Sonntagabend jeweils mit Einbruch der Dämmerung immer bis circa 23 Uhr in pink angestrahlt. Dabei werden die vorhandenen Strahler auf dem Vordach genutzt und von Plan Wolfsburg entsprechend vorbereitet. Außerdem gibt es eine weitere Aktion am Samstag, hebt Gisbert Tigges von Plan Wolfsburg hervor: „Die Wolfsburger Aktionsgruppe wird am Samstagvormittag einen Informationsstand auf der Porschestraße / Ecke Pestalozziallee betreiben. Hier können interessierte Mitmenschen mehr über die Arbeit von Plan erfahren. Die Kontaktaufnahme ist aber auch unter www.wolfsburg.plan-aktionsgruppen.de möglich.“ Auch für die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Beate Ebeling, ist es sehr wichtig, auf die Rechte von Mädchen aufmerksam zu machen: „Gleichzeitig ist hervorzuheben, wie häufig die Farbe Pink zu Marketingzwecken verwendet wird und Mädchen damit in ein bestimmtes Rollenverhalten zwingt. Diese Aktion kann dabei helfen, dass sich die Bedeutung der Farbe Pink in der Öffentlichkeit positiv wandelt und Rollenklischees aufgebrochen werden. Denn Mädchen und Jungen sind facettenreicher als die Zuschreibungen von außen.“ Plan International ist nach eigenen Angaben eines der größten und ältesten Kinderhilfswerke und weltweit in 50 Ländern aktiv. In Deutschland betreut Plan mehr als 300.000 Patenschaften.

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